Vegan
Nicht nur vegetarisch leben, sondern vegan: Unsere Autorin hat es geschafft.

Fünf Tipps, die dir helfen werden, vegan zu leben

Immer mehr Menschen verzichten auf den Konsum von Fleisch. Nicht nur vegetarisch, sondern vegan zu leben, fällt vielen aber extrem schwer. Unsere Autorin hat sich umgestellt – und verrät, was ihr dabei geholfen hat.

Von Kristina Vasilevskaja

Ich lebe vegan. Freunde und Bekannte fragen mich immer wieder dazu aus, wie ich das geschafft habe. Und ich berichte natürlich gerne. Denn je mehr Menschen sich dem veganen Lebensstil anschließen, desto mehr geht die Nachfrage nach Fleisch- und Milchprodukten zurück. Und das ist ja das Ziel.

Immer wieder höre ich, dass es zu schwer sei, vegetarisch oder vegan zu leben. Leicht ist es vielleicht nicht. Aber das ändert nichts daran, dass es sich lohnt, diesen Schritt zu gehen. Auch wenn es dauern mag. Tiere sind Lebewesen, keine Ware die man herstellen kann. So denke ich darüber.

Vielleicht ist das ja noch ein zusätzlicher Anreiz: Ein Kilo Rindfleisch kostet im Schnitt um die 9 Euro. Ein Kilo Tofu kostet 4 Euro. Sich vegetarisch oder vegan zu ernähren ist im Grunde nur dann richtig teuer, wenn man die schicken Produkte kauft, auf denen „vegan“ oder „vegetarisch“ aufgedruckt wurde. „Superfoods“ kosten Geld, keine Frage. Echte „Superfoods“ sind aber im Grunde ganz normale Lebensmittel wie Rote-Beete oder Bananen. Und noch etwas: Ein veganer oder zumindest vegetarischer Lebensstil kann sich auch positiv auf dein Wohlbefinden und deine Gesundheit auswirken! Die Hautprobleme vieler Menschen resultieren aus den Hormonen in der Kuhmilch.

Nun aber die versprochenen 5 Tipps, wie die Umstellung auf eine vegane Ernährung gelingen kann:

  1. Nähere dich deinem Ziel in kleinen Schritten. Du musst nicht alles von heute auf morgen ändern, aber dein Ziel im Hinterkopf zu behalten, jedes Mal, wenn du Entscheidung triffst, hilft dir.
  2. Denke an Alternativen. Wenn du beim Freiluftkino die Wahl hast zwischen einem Hamburger und einem Falafel, dann nimm den Falafel. Vergiss nicht: Du hast immer eine Wahl. Du sollst nicht hungern. Aber das ist auch gar nicht nötig. Es gibt so viele fleischlose Alternativen. Und bei den Pommes auf die Mayo zu verzichten, ist auch nicht sonderlich schwer.
  3. Entscheide überlegt. Nicht jede pflanzliche Milch ist wirklich besser als Kuhmilch. Ich selbst hätte nie daran gedacht, dass Mandelmilch ziemlich schlecht für die Umwelt ist. Für die Bestäubung der Mandelbäume werden nämlich Massen an Bienen gebraucht, die dann nur Mandelbäume bestäuben dürfen. Das wirkt sich schlecht auf die Biodiversität und auf die Gesundheit der schon gefährdeten Bienen aus.
  4. Tausch einfach aus! Wenn du ein leidenschaftlicher Fleischesser bist und einfach nicht auf Spaghetti Bolognese verzichten möchtest, dann heißt das nicht, dass du jetzt nur noch Salate essen musst. Statt des Hackfleisches kannst du ganz einfach Grünkernmischungen aus dem Bioladen nehmen oder Soja-Hack, den es bereits in vielen Supermärkten gibt. Es muss auch nicht immer das fancy vegane Dinner sein, Essen kann auch ganz klassisch und schlicht ausfallen und dabei trotzdem vegan sein. Eigentlich eröffnet dir die vegane Küche mehr Möglichkeiten des Kochens als manch einer zunächst vermuten mag. Zahlreiche Bücher helfen beim Umstieg und bieten viel Inspiration für eigene Rezepte. Ich habe zum Beispiel eine super leckere Moussaka mit Linsen statt Hackfleisch zubereitet. Eier sind übrigens auch sehr leicht auszutauschen: Anstelle von einem Ei kommt eine halbe Banane oder ein Teelöffel Chiasamen/Flohsamenschalen in Wasser.
  5. Veganismus ist nicht nur was für Reiche. Wie schon erwähnt, kann durch den veganen Lebensstil eher Geld gespart werden als andersherum. Pflanzenmilch, wenn sie häufig benutzt wird, kann auf Dauer teuer werden, das gebe ich zu. Ich mache deshalb vor allem Hafermilch ganz einfach selbst.

Buchtipp:

Wenn du tiefer in dieses Thema eintauchen möchtest, kann ich das Buch „Plädoyer für die Tiere“ von Mathieu Ricard empfehlen. Dort verdeutlicht er, wie wir Mitgefühl für Tiere entwickeln und wie wir uns mit Lebewesen tiefer verbinden können.

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Ich bin Kristina und schreibe zwar nicht, seitdem ich einen Stift halten kann. Dafür schreibe ich jetzt mit Leidenschaft und meinem Lamyfüller. Es gibt viel, was ich in der Welt ändern möchte, deshalb ist wohl der erste Schritt, anderen davon zu erzählen. Mit Fotografien, Bildern und Texten kommuniziere ich und zeige mich der Welt ein klein wenig mehr.

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