The Wow Gallery
Na klar, ein großes Bällebad gibt es natürlich auch!

Im Bällebad zu neuen Followern: Berlins Pop-Up-Selfiemuseum „The Wow Gallery“ hat wieder geöffnet

Wer auf Instagram erfolgreich sein will, braucht gute Fotos. Die Locations dafür liefert „The Wow Gallery“, Berlins erstes Pop-Up-Selfiemuseum. Es hat sich längst zu einem Mekka für Influencer entwickelt. Ein Besuch.

Anastasia Barner, 21 Jahre

Wer auf Instagram erfolgreich sein will, braucht gute Fotos. Klar. Spannende Hintergründe und Kulissen sind die halbe Miete. In Prenzlauer Berg haben der Filmemacher Torsten Künstler und seine Crew auf 1.000 Quadratmetern ein Shooting-Paradies für Influencer und solche, die es werden wollen eröffnet. Die „The Wow Gallery“ umfasst 25 inszenierte Räume, die die Besucher nutzen können, um außergewöhnliche Selfies von sich zu knipsen – darunter eine babyblaue Regenbogen-Wolken-Kulisse, eine Lametta-Ecke mit Discokugel und natürlich Bällebäder. Alles professionell ausgeleuchtet, versteht sich.

Viele Besucher kommen mit voller Ausrüstung

„Die Nachbarn kommen hier rein und verstehen das Konzept anfangs noch nicht ganz“, erzählt Torsten Künstler beim Rundgang. „Aber wenn sie sehen, wie kreativ hier einige vor den Hintergründen werden und damit Erfolg haben, dann ziehen alle den Hut.“ Den Wunsch, Influencer zu werden, findet er gar nicht albern: „Das ist kein Schwachsinn. Früher wollten die Leute ein Star werden. Heute ist das leichter geworden, so fühlt es sich zumindest an.“

Die Social-Media-Spielwiese würde zudem dazu beitragen, Skeptikern zu zeigen, dass der Beruf eines Influencers weder leicht noch die Generation Z eine Ansammlung von Narzissten sei: „Seit den Ägyptern gibt es Selbstbildnisse, Rembrandt hat sich selbst gemalt. Jetzt kann es jeder. Warum soll es nicht jeder machen? Ich finde es sehr oberflächlich von der älteren Generation, das zu verurteilen“, so Künstler. Und: „Hinter dem Beruf Influencer steckt viel Arbeit und Planung.“ Kaum ein Besucher komme allein. Influencer und semi-professionelle Instagrammer arbeiten längst in Teams, um ihren Content zu kreieren. Sie haben nicht nur ihr Smartphone dabei, vor dem sie posieren. Sondern kommen mit Kameras, Stativ, Videoausrüstung und einer Tasche voller Outfits. Damit sich jeder in Ruhe umziehen kann, wurden Umkleidekabinen installiert.

The Wow könnte verlängert werden

Künstler hofft, mit seiner Galerie länger bleiben zu können, als bisher geplant. Erst einmal hat die „The Wow Gallery“ nur für sechs Monate geöffnet. Sei der Erfolg entsprechend, werde verlängert. „Wir haben schon Konzeptideenm das Ganze zu vergrößern.“ Seine aktuelle Lieblingsinstallation ist übrigens die, bei der die Besucher mittels Trampolin über die Berliner Mauer springen. „Ich mag im Endeffekt aber das Foto und die Kreativität dahinter. Die Person vor dem Hintergrund belebt das Ganze erst.“

Besuch unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen möglich

Wegen der Corona-Maßnahmen hatte das interaktive Pop-Up-Selfiemuseum „The WOW! Gallery Berlin“ die vergangenen 7 Wochen geschlossen – nun kann es wieder besucht werden, unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen.

Die Einlaßzahlen werden reduziert, die Besucher buchen Timeslots bargeldlos online und der Zulauf wird so geregelt, dass die Sicherheitsstandards eingehalten werden können, informiert der Veranstalter. Sets und Requisiten würden regelmäßig von den Mitarbeitern der Gallery desinfiziert. Neben den 25 Fotolocations wurde ein neues Set gebaut, ein weiteres ist in der Mache.

Derzeit sind die 90 -120 minütigen Slots nur online buchbar über http://thewowgallery.de. Die Plätze sind begrenzt mit max. 40 Besucher*innen gleichzeitig. Ein Ticket kostet 29 Euro.

Das Gespräch mit Torsten Künstler fand vor dem Corona-Lockdown statt.

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Abitur: check. Schreiben für die coolste Jugendseite seitdem ich 14 bin: check. Weltherrschaft: in Arbeit. Wie genau ich das anstelle, weiß ich noch nicht. Ich, 19, bin noch in der Findungsphase. Ich habe bereits Praktika bei Mode- und Lifestyle-Magazinen absolviert und in vielen Filmen und Serien mitgespielt. Ansonsten reise und singe ich viel, verschlinge drei Bücher pro Woche und schreibe in jeder freien Minute. Wohin mich all das bringt, weiß ich noch nicht. Aber sobald ich es weiß, schreibe ich einen Artikel darüber.

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