Füße unter Bettdecke
Eine Stunde mindestens sollten Jugendliche sich täglich bewegen. Dafür muss manchmal auch der Mittagsschlaf dran glauben.
Klartext

Vier von fünf Jugendlichen bewegen sich zu wenig – du auch?

Eine neue Studie der WHO liefert erschreckende Ergebnisse: Die meisten Jugendlichen in Deutschland bewegen sich zu wenig. Auch unsere Autorin fühlt sich ertappt.

Vier von fünf Jugendlichen bewegen sich zu wenig. Puh! Dieses Ergebnis einer aktuellen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lässt einen erst mal in den Stuhl plumpsen. Mindestens eine Stunde am Tag sollte sich ein Kind bewegen, rät die WHO. Klingt eigentlich nach nicht viel. Aber weltweit kommen 81 Prozent der Heranwachsenden nicht einmal auf eben diese Stunde. In Deutschland verfehlen sogar 84 Prozent das Soll. Dass das nicht gut sein kann, ist klar. Die Gesundheit, Konzentration, kognitiven Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen würden darunter leiden.

Ich sitze rum und überlege, wie häufig ich mich eigentlich bewege oder gar aktiv Sport treibe. Könnte mehr sein. Dabei kenne ich doch auch viele junge Leute, die ein sportliches Hobby haben, vor der ersten Vorlesung noch laufen gehen oder ins Fitnessstudio. Scheinbar treiben die dann aber auch nicht so viel Sport, dass sie uns alle damit im Durchschnitt ein bisschen besser dastehen ließen.

Oftmals mangelt es an (Frei-) Zeit

Ich sehe fern. In einer Sendung werden gerade Jugendliche auf der Straße befragt, ob sie sich etwa auch so wenig bewegen. Und warum. Zu wenig Zeit und zu wenig Freizeit sind die häufigsten Antworten. Stimmt, ist bei mir auch so. Nach der Schule gilt es, Hausaufgaben zu machen und Vorträge auszuarbeiten, der nächste Tag will geplant werden. Dann noch etwas ausruhen. Muss ja auch sein.

Dabei weiß ich selbst, dass man sich Zeit nehmen muss, vor allem für Sport. Doch gerade jetzt, wo es früh dunkel wird und draußen kalt ist, fällt es mir besonders schwer, mich aufzurappeln. Plötzlich erscheint mir eine Stunde Bewegung am Tag doch ganz schön viel zu sein. Am nächsten Tag gehe ich provokant ein paar Runden laufen – aber nicht, weil ich es der Studie beweisen will, sondern weil ich mir selbst wichtig bin.

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