Diese Demonstranten haben es satt

Ich habe diese Landwirtschaft satt!

Die Folgen der industriellen Landwirtschaft treffen uns alle. Wir sollten uns nicht kaputt machen lassen.

Am Samstag demonstrierten in Berlin wieder Tausende unter dem Motto „Wir haben es satt!“ für einen Wandel zu einer ökologischeren und sozial gerechteren Landwirtschaft. Man muss kein Kleinbauer sein, um diese Agrarwende zu unterstützen, nicht einmal Tierfreund. Man kann auch einfach an sich selbst denken.

Denn die heute vorherrschende Form der Landwirtschaft zerstört uns alle: Das Bienensterben bedroht unsere Ernte. Die Fleischproduktion befördert Antibiotikaresistenzen, die hierzulande für mehr als 2000 Todesfälle im Jahr verantwortlich sind. Unsere Luft ist verschmutzt – Feinstaub, großteils aus dem Stall und von den Feldern, soll in Deutschland jährlich zu mehr als 120.000 vorzeitigen Todesfällen führen – und im vergangenen Jahr hat der Europäische Gerichtshof die Bundesrepublik wegen der hohen Nitratbelastung des Grundwassers verurteilt. Die Liste ließe sich fortführen, doch der Groschen ist mittlerweile wohl gefallen.

Auch bei unseren Politikern? Die legen sich nämlich nicht gerade ins Zeug, etwas zu ändern.

Da frage ich mich, wo unser Recht auf Unversehrtheit bleibt, wenn alternde Politiker die Zukunft meiner und der nachkommenden Generationen leichtfertig aufs Spiel setzen, um kurzfristig Profit daraus zu schlagen. Denn um nicht mehr und nicht weniger geht es hier. Und ich habe es satt, dass jeder sinnvolle Vorstoß mit Argumenten der wirtschaftlichen Machbarkeit abgelehnt wird. Ich habe es satt, dass Tiere gequält werden. Ich habe es satt, dass mit Steuergeldern die Zerstörung unseres Lebensraumes unterstützt wird, und ich habe es satt, dass alles stillsteht, während es höchste Zeit ist zu handeln.

Beitragsbild: Nick Jaussi

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