Klartext
Frau mit Mundschutz

Steckt mich nicht an!

Man war die ganze Zeit gesund – und dann kommt diese eine Person, die einen ansteckt, weil sie krank zur Schule, in die Uni oder auf die Arbeit gekommen ist. Ätzend!

Berlins Busse und Bahnen sind im Winter nicht nur noch voller und stickiger, es besteht auch die akute Gefahr, sich bei erkälteten Passagieren anzustecken. Ich versuche, dieser Gefahr durch die Nutzung meines Fahrrads so gut es geht aus dem Weg zu gehen – doch leider ist das nicht immer möglich. Die Gefahr lauert nämlich auch anderswo.

Zum Beispiel in der Bibliothek: Mein Studienfach beinhaltet viel Selbststudium und jede Menge Pflichtlektüre. Ich bin auf einen ruhigen Arbeitsplatz angewiesen. In der Regel finde ich den in einer der vielen Bibliotheken meiner Universität – nicht jedoch zu dieser Jahreszeit. Es hustet und schnieft nur so um mich herum.

Krank? Dann bleibt zu Hause!

Ein besonders schwer atmender und hustender Zeitgenosse erweckte in mir kürzlich den innigen Wunsch, ihn mit einer Krankschreibung augenblicklich nach Hause zu schicken. Leider geht das nicht. Aber wieso geht jemand mit einer ausgeprägten Erkältung überhaupt an einen so ruhigen Ort wie eine Bibliothek? Klar, er hat vermutlich selbst einen Haufen Arbeit vor sich. Trotzdem zeugt es meiner Meinung nach nicht von Pflicht- oder gar Verantwortungsbewusstsein, auch bei Krankheit zur Uni, Schule, Arbeit oder eben in eine Bibliothek zu gehen. Stattdessen wäre es respektvoller, während einer Erkältung im Bett zu bleiben – und nicht den Nebenmann oder die Nebenfrau mit Krankheitserregern zu bombar-dieren.

Übrigens kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es besonders angenehm ist, mit gläsernen Augen, Gliederschmerzen, einer verstopften Nase und Hustenreiz an einem sonst so ruhigen Ort aufzufallen. Deswegen bitte ich euch: Bleibt bei einer Erkältung zu Hause – eure Mitmenschen und euer Körper werden es euch danken!

Beitragsbild: Ani Kolleshi via Unsplash
Kategorien Gesellschaft Klartext Spreewild Zwischendurch

Wenn ich, 22, eine Top 5-Liste mit Sätzen, die ich in den vergangenen drei Jahren am häufigsten gehört habe, aufstellen würde, wäre „Was wird man denn so nach einem Geschichtsstudium?“ ganz weit oben vertreten. Zum Glück habe ich mittlerweile eine Antwort darauf gefunden: Journalistin. Darauf gekommen bin ich durch das Lesen von Harald Martensteins Artikeln, der selber Geschichte studiert hat. Von ihm habe ich auch meinen neuen Zukunftsplan: einfach immer schreiben. Genau das mache ich jetzt hier bei Spreewild, nachdem mir mein Praktikum in der Jugendredaktion so gut gefallen hat.