Klartext
Grinch Grafik

Sei nicht so ein Grinch!

Glaubt mir: Die Weihnachtszeit kann echt schön sein.

Weihnachten ist ja für viele der Inbegriff des kapitalistischen Überkonsums, gepaart mit stressigen Vorbereitungen, grässlichen Weihnachtsliedern und überfüllten Weihnachtsmärkten, auf denen man überteuerten, schlechten Glühwein trinkt. Dieses Denken ist wirklich schade, denn Weihnachten kann so schön sein!

Dieses Jahr habe ich das Weihnachts-Flair in meine WG mitgebracht und großzügig Kerzen verteilt, Fens-tersterne und einen Adventskranz gebastelt, außerdem die eine oder andere Figur aufgestellt. Was bei meinen Mitbewohnern erst auf Skepsis stieß, fand doch Anklang, nachdem sie den Mehrwert der Weihnachtsdeko entdeckt hatten: Sie lässt das triste Wetter draußen nicht mehr ganz so trist aussehen. Statt deprimierender Düsternis gibt es nun warme Lichter, die unsere Wohnung trotz des Wetters behaglich machen.

Der Vorteil von Weihnachtsdeko: Gemütlichkeit trotz miesen Wetters

Schließlich haben wir letzte Woche dann sogar ein großes Weihnachtsessen mit Freunden veranstaltet. Jeder brachte etwas mit, und so saßen wir an einer langen, zusammengewürfelten Tafel mit selbst gebastelter Tischdeko, aßen Gänsebraten und ließen uns mit schönen Weihnachtsliedern aus dem letzten Jahrhundert berieseln. Herrlich. Danach war der eine oder andere Grinch doch etwas angetaner von der Vorweihnachtszeit.

Denn für mich ist es nicht das stressige Durch-die-Stadt-Rennen auf der Suche nach Geschenken, was diese Zeit ausmacht. Für mich bedeutet Weihnachten, der grauen Tris-tesse draußen wenigstens für einen Monat den Kampf anzusagen – mit Kerzen, Deko, Plätzchenbacken oder Glühweintrinken mit Freunden. Die nächsten Monate sind ja düster und glanzlos genug.

Kategorien Gesellschaft Spreewild Zwischendurch

Wenn ich, 22, eine Top 5-Liste mit Sätzen, die ich in den vergangenen drei Jahren am häufigsten gehört habe, aufstellen würde, wäre „Was wird man denn so nach einem Geschichtsstudium?“ ganz weit oben vertreten. Zum Glück habe ich mittlerweile eine Antwort darauf gefunden: Journalistin. Darauf gekommen bin ich durch das Lesen von Harald Martensteins Artikeln, der selber Geschichte studiert hat. Von ihm habe ich auch meinen neuen Zukunftsplan: einfach immer schreiben. Genau das mache ich jetzt hier bei Spreewild, nachdem mir mein Praktikum in der Jugendredaktion so gut gefallen hat.