Was tun, wenn jemand aus dem eigenen Umfeld stirbt? Oder man selbst nicht mehr lange zu leben hat? Wir haben Tipps aus erster Hand.

Irgendwann geht jeder von uns. Die einen wollen gehen, die anderen nicht. Wieder andere sterben durch die eigene Hand. Eins haben jedoch alle gemeinsam: kalte Glieder und einige Fuß Erde über ihrer letzten Ruhestätte. Warum es wichtig ist, sich mit dem Tod zu beschäftigen? Er ist jedem von uns näher, als wir es eigentlich wahrhaben wollen, und dummerweise das einzige Thema, das sich nicht aufschieben lässt.

Das weiß ich aus eigener Erfahrung: Ich habe schon einige Todesfälle in meinem Umfeld miterlebt.

Was können wir also tun, wenn jemand, der uns nahesteht, gerade seine letzten Stunden fristet oder unser eigener Tod näher rückt? Zuerst einmal: nichts. Erinnerungen durchgehen. Wer dann seine Werte überdenkt, kommt vielleicht auf den folgenden Grundsatz: Zeit ist das wichtigste Gut, alte Streitigkeiten sind nebensächlich.

Kein Scherz: Humor hilft in allen Lebenslagen

Ich glaube, dass es für beide Seiten wichtig ist, wahrgenommen zu werden. Der Sterbende muss sich dabei gut erinnert fühlen, die Hinterbliebenen sollten den bald Toten nicht immer mit dem Thema Tod belasten. Jeder weiß selbst, wenn es Zeit ist, zu gehen.

Ein Rezept, das in allen Lebenslagen hilft, ist Humor. Morbide, schwarz, gehässig oder einfach stumpf – jede Form von Humor ist wichtig. Denn: Lachen baut Spannungen ab und lenkt die Gedanken in ungezwungenere Richtungen. Das lockert den Umgang miteinander.

Nicht zu vernachlässigen: die Nachsorge

Für die Angehörigen nicht zu vernachlässigen: die Nachsorge. Das Ableben eines geliebten Menschen reißt tiefe Wunden. Das macht es notwendig, sortiert damit umzugehen. Prinzipien aus der Persönlichkeitsentwicklung und Paartherapie funktionieren an dieser Stelle gut, so zum Beispiel, regelmäßig den eigenen Gefühlszustand zu kontrollieren: „Wie geht es mir gerade?“

Es kann auch helfen, Tagebuch zu führen oder chronologisch Erinnerungen durchzuarbeiten. Dabei aber nicht übertreiben, selbst die Waage finden. Man durchlebt so nämlich bewusst und unvermeidlich Schmerz. Und man lernt gleichzeitig, richtig und vor allem zum richtigen Zeitpunkt damit umzugehen.

Die Erfahrung lehrt: Achtet aufeinander, im Zweifel mehr als vorher, und konzentriert euch aufeinander. Lacht. Denkt aber nie zu viel nach – das hält alle Beteiligten nur auf.