In rührseligen Rückschauen am Silvesterabend wird den Helden und Highlights des Jahres gedacht. Wir dagegen vergeben traditionell den Goldenen Affen für die peinlichsten Taten. Denn ohne diese Aufreger, Totalausfälle, Geschmacksverirrungen wäre 2017 doch ziemlich langweilig gewesen! 

Goldener Affe

Der Goldene Affe – die Trophäe der Jugendredaktion für die größten Peinlichkeiten. Wir vergeben ihn dieses Jahr zum 11. Mal.

Platz 3: Donald Trump

Laudatorin: Antje Waldschmidt

Wer alle ethischen Wertvorstellungen verneint und allein seinen Trieben folgt, wird als Nihilist bezeichnet. Das passt wie das gelbe Haartoupet auf den US-Präsidenten: Ein machohafter Immobilienmogul, der gerne populistische Töne spuckt, lieber mit der Welt twittert als das Gespräch zu suchen und selbstverliebt seine Muskeln zucken lässt, um sein mangelndes Politikverständnis zu kaschieren.

Nach Mr. Rowdy scheint auf diesem Planeten alles erlaubt! Welcher Präsident würde sonst nach einem Amoklauf mit 58 Todesopfern an den laschen Waffengesetzen festhalten und das weltweit größte Verteidigungsbudget aufstocken? Doch das Raubein kann auch Weltpolitik: Er hat sich aus dem Klimaabkommen verabschiedet, setzt wieder auf Mauerbau und aggressive Kriegsrhetorik. Vor tödlichen Hitzewellen, Hurrikans und Überschwemmungen werden die Augen geschlossen und militärischen oder atomaren Eskalationen vorzubeugen entspricht auch nicht den trump’schen Trieben! An diesem egozentrischen, rüpelhaften, kritikunfähigen, grapschenden Adonis, ziehen sogar die Belästigungsvorwürfe von #MeToo vorbei!

Lieber Donald Trump, niemand hat den Goldenen Affen so verdient wie Sie – ein Mann ohne Visionen und Werte! Herzlichen Glückwunsch!

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Foto: Picture Alliance