Das nunmehr siebte Album von Kontra K ist auf dem Markt, doch liefert der Rapper auf „Erde und Knochen“ Neues?

Kontra K hat auf seinem Album mehr als „Erde und Knochen“ zu bieten – trotzdem wird es etwas staubig. Der Ex-Boxer reflektiert den harten Weg nach oben und die Schattenseiten des Ruhms. Eine Geschichte, mit deren Bart sich inzwischen problemlos Staub wischen ließe. Ihre Verpackung variiert minimal.

Das metaphorische Ungeziefer hat sich seit der letzten Platte von „Ratten“ in „Motten“ verwandelt. Kammerjäger Kontra K geht jedoch friedlich zu Werke. Er hält sich an seinen loyalen Freundeskreis, predigt Respekt und Dankbarkeit. Dazu betreibt eine unermüdliche Snare Drum ihr Ausdauertraining und wird von den schlagenden Fäusten im Bass unterstützt – das altbewährte Programm also.

Für erfrischende Stilbrüche sorgen die Features. So wird es auf „Egal wer kommt“ bausatypisch autotunig, SSIO steuert zu „Ellenbogen raus“ eine Prise Selbstironie und die 90s-inspirierten Beats bei. Der Afro-Trap-Einfluss bringt mit „Hunger“ selbst die faulsten Beine zum Bouncen. Trotz mancher Kitschzeile („Doch im strömenden Regen sieht man keine Tränen“) präsentiert sich der Rapper gewohnt rau, motiviert ­– und mit einem guten Herzen.

Wir haben uns nicht nur seine neue Platte angehört, sondern auch mit dem Rapper gesprochen: Im Interview erfahrt ihr mehr über seine Einstellung zu Motten, Freunde und Tigerin Elsa.

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