HU Berlin
Einfach zur Vorlesung gehen? Nein, nein. Wer nicht auffallen will, sollte auch das vorbereiten.

Das sollten Erstis wissen, um sich nicht zu blamieren

Egal, wie sehr man sich auch bemüht. Als Ersti fällt man auf. Damit der Unistart keine Katastrophe wird – hier nützliche Überlebenstipps der Insider.

Was mitnehmen?

Noch bevor du das Haus verlässt, stellt sich die große Frage: Was mitnehmen? Deine Scout-4-Seiten-Klapp-Federtasche schon mal nicht! Mit Kuli und Textmarker bist du bestens ausgestattet, ein zweites Set gibt kann dir insgeheim Sicherheit geben oder im Zweifelsfall den Weg zur ersten Freundschaft mit einem Kommilitonen ebenen, der diesen Ratgeber hier nicht befolgt und leider alles zu Hause vergessen hat. Um nicht aufzufallen, gehört auch ein Handyladekabel in deinen Jutebeutel mit fancy Spruch. Student spart – Student nutzt Unistrom. Wo wir allerdings eben noch bei sozialen Kontakten waren: Die heiligen Hilfsmittel für erste Kontaktaufnahmen lauten „Süßigkeiten“ und „Rauchen“. Keine anderen sozialen Elemente sind günstiger und legaler. Abgesehen von Meckern, das verbindet auch. Nur willst du keine Stinkstiefel in deiner Clique. Also stay positiv! 

Freunde finden

Ich hoffe, du bist geübt im Flirten, denn deine Trainingseinheiten werden sich jetzt bezahlt machen. Sprich schon auf dem Weg zur Veranstaltung die ersten Personen an, ob sie auch denselben Raum suchen. Wenn ja, klammere dich an sie, nötige sie, mit dir im Anschluss in die Mensa zu gehen und werdet beste Freunde. Die ersten bleiben auf ewig. Um den Kreis zu schließen, ein letzter Ratschlag: Sei niemals zu höflich. Nicht-Ersti-Studenten sind abgefuckt, pleite und vor allem niemals reizend. Fragen in der Mensa wie „Haben Sie das selbst gekocht?“ und „Soll ich dir die Tür aufhalten“ sind absolute No-Gos.

Vertraue niemals den Snackautomaten

Sie mögen hochmodern aussehen und an einem langen Unitag verlockend dazu, doch Snackautomaten sind leider so launisch wie das Herbstwetter im Wintersemester. Stürmst du gerade aus einem inspirierenden Seminar und willst dich mit einem Schokoriegel belohnen, kann es passieren, dass nach einwerfen des Kleingeldes der Automat nur ein beruhigtes Knacken von sich gibt. Wildes hämmern gegen die Scheibe ist genauso wenig hilfreich, wie das mehrfache drücken des „Geld zurück“-Schalters.

Lass dich nicht Brechen von der Bürokratie

Schon die Bewerbung für ein Studium gleicht einem Marathon durch eine Papierfabrik. Und das wird im Semester auch nicht besser. Denn nach der Abgabe ist vor der Abgabe. Sei es ein Antrag für eine Prüfung, die Quittierung einer Leistung oder das lapidare Einreichen einer Hausarbeit – der Drucker glüht, der Scanner quietscht und nach ein paar Wochen kennst du sämtliche Ansprechpartner verschiedener Büros und alle Sekretäre deiner Profs. Wenn du kurz vorm Verzweifeln bist, sei dir im Klaren darüber, dass es jedem Studenten so geht. Bis heute frage ich mich warum das bloße Abstempeln von Dokumenten Wochen in Anspruch nimmt. Mir ist auch immer noch völlig unklar, wieso gewisse Professoren ihre Sprechstunden selber planen wollen, ohne zu wissen, wie man überhaupt E-Mails abruft. Lass dich nicht stressen!

Nimm dir eine Auszeit

So spannend ein Essaythema auch sein mag, irgendwann ist die Luft raus. Wenn du ein Bedürfnis nach Pause hast, weil die Konzentration nachlässt, gönn die eine Pause. Kann dein Bedarf an Entspannung schon durch einen kleinen Snack gedeckt werden, musst du mit etwas Vorplanung dafür nicht mal die Bibliothek verlassen. Ja klar, darf man dort nicht essen, aber wenn du „aus Versehen“ einen Fruchtriegel in der Federtasche hast oder einen Keks in der Jacke deines Cardigans, den du zwischen den Buchreihen isst – wer kann dir etwas nachweisen? Wenn du weniger mutig ist oder mehr spontan, dann ist die Mensa trotz ihrer mürrisch-dreinblickenden Kassiererinnen immer eine gute Wahl. Nur trinke dort niemals Kaffee nach 16 Uhr. Das Wasser-Koffein-Verhältnis ist dann nahezu 10:1.

Ein Tipp für alle FUler: Wenn es ganz schlimm ist, lass dir deinen Kopf durchpusten. Auf der Rostlaube gibt es eine kleine Dachterrasse. Die ist streng geheim, also pssst! Schau dich doch mal in der obersten Etage in der Nähe des Sprachenzentrums um.

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90er-Kid, Bücherwurm, Weltenbummler. Ich liebe Musik und das geschriebene Wort. Letzteres kann man von mir seit 2012 hier lesen. Meine große Leidenschaft gilt dem Theater, das mich mehr als alles andere fasziniert. Wenn ich durch die Straßen Berlins laufe, kommt mir das Leben vor wie eine Aneinanderreihung vieler kleiner Inszenierungen, deren Geschichten alle festgehalten werden wollen. So inspiriert mich unsere Hauptstadt stetig zu neuen Themen für unsere Seite.

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