Fachkraft für Lebensmitteltechnik bei Coca-Cola

Ausbildung bei Coca-Cola: Die Lizenz zum Abfüllen

Die Azubis von Spreewild-Partner Coca-Cola zeigen euch, wie die Limo in die Flasche und auf den Tisch kommt.

Limonaden, Wasser, Tees und Säfte – viele Getränke gehören zu einem weltweit bekannten Unternehmen: Coca-Cola. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit ist die Marke durch ihren roten Truck präsenter denn je. Ein guter Zeitpunkt für einen Blick hinter die Kulissen. Wie funktioniert so ein Weltkonzern? In und um Berlin gibt es gleich zwei Standorte von Coca-Cola, an denen wir uns mal genauer umgeschaut haben. Hier lernen Auszubildende, wie die Coke in die Flasche und ins Regal gelangt.

In der Produktion, im Lager, in der Werkstatt und im Supermarkt haben wir Auszubildende von Coca-Cola getroffen. Die haben uns eine ganze Menge über ihren Job verraten, unter anderem, welche Möglichkeiten das Unternehmen bietet. Das sagenumwobene Geheimrezept der Coca-Cola blieb dabei jedoch unter Verschluss.

Und nicht nur das Rezept wird mit höchster Sicherheit bewacht. Vorsicht und Hygiene spielen an den Standorten eine Hauptrolle. Gleich beim Betreten des Geländes bekommen wir eine leuchtend gelbe Warnweste, damit wir von Lkw- und Staplerfahrern gut gesehen werden. Bevor wir in die Produktionshalle dürfen, müssen wir ein Haarnetz und einen Kittel anziehen und unsere Hände ausgiebig waschen und desinfizieren. Endlich betreten wir die imposante Produktionshalle, in der an drei Abfülllinien gearbeitet wird.

Ziemlich viel Hightech

Hier, an der Produktionslinie – das heißt an den Stationen, an denen die Getränke hergestellt werden – und in der Qualitätssicherung arbeiten Fachkräfte für Lebensmitteltechnik. Die Qualitätssicherung erfolgt in einem Labor, in dem regelmäßig Stichproben von den Getränken genommen werden. Dabei kann man zum Beispiel messen, ob das Getränk genügend Kohlensäure enthält. Die 23-jährige Leonie Bluhme wurde nach ihrer Ausbildung zur ­Lebensmitteltechnikerin im Abfüllwerk Genshagen übernommen. Zu ihrer Arbeit gehört auch die Überprüfung der Deckel und der Etikettierung. Schließlich soll kein Schild falsch herum angebracht werden und eine klassische Coke darf nicht als Coke Zero ausgewiesen sein. Für ihren Beruf bekommt Leonie von anderen viel Anerkennung: „Die meisten fragen erst einmal, was man denn bei Coca-Cola arbeitet. Wenn ich es ihnen erkläre, finden sie das ziemlich cool.“

Und das ist es auch: In der ganzen Halle verteilt – sogar über unseren Köpfen – fahren Flaschen vorbei. Das komplexe System aus blinkenden Displays im Labyrinth der Fließbänder schreit „Hightech“. Die Ausbildung hier hat Leonie bewusst nicht verkürzt: „Ich wollte so viel mitnehmen wie möglich.“ Für sie ist das Alltag. Doch auf uns machen die Tausenden Flaschen, Reagenzgläser und Bildschirme ziemlich Eindruck.

Sehr komplex, aber faszinierend

Nach der Abfüllung folgt nun der Vertrieb. Der liegt in den Händen von Industriekaufleuten wie Till Sugint. Der 24-Jährige nimmt uns mit in die Edeka-Filiale im Alexa und gewährt uns einen Einblick in die Strategie: „Um auf unsere Getränke aufmerksam zu machen, verteilen wir zum Beispiel Aufsteller im Laden. Und die ersten Flaschen platzieren wir schon vorne an der Bäcker­theke – zum Mitnehmen beim Brötchenkauf.“ Im Supermarkt angekommen, führt er ein Kundengespräch und zeigt stolz sein Arbeitsgerät: das Tablet. An seinem Beruf gefällt Till nämlich auch der digitale Aspekt des modernen Unternehmens. Aber nicht nur deshalb hat er sich für eine Ausbildung bei Coca-Cola entschieden: „Der Gedanke, für eine der bekanntesten und größten Firmen der Welt arbeiten zu können, hat mich einfach gepackt.“

Am Ende eines langen Tages sind wir ziemlich überwältigt von den Eindrücken. Einer der Azubis fasst es ganz gut zusammen: „Anfangs wirkt das alles sehr komplex, aber es fasziniert einen auch, oder?“

Berufskraftfahrer/in, Fachkraft für Lagerlogistik, Elektroniker/in für Automatisierungstechnik, Industriekaufmann/frau, Fachkraft für Lebensmitteltechnik – in diesem Video stellen die Azubis ihre Berufe vor:

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Kategorien Schule & Zukunft Uni & Ausbildung

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