Du möchtest eine Ausbildung machen, aber weißt nicht, welche am besten zu dir passt? Hast noch keinen Platz gefunden? Das geht sehr vielen jungen Leuten so. Die IHK Berlin weiß Rat.

Wochenlang Strand und Eisessen, sicher auch mal bis in die Morgenstunden wach bleiben, so sah für viele der Sommer aus. Auch andere haben schlaflose Nächte gehabt – aber nicht im Club. Sie haben an ihren Schreibtischen gesessen, Unternehmen gegoogelt und Entwürfe für Bewerbungen verworfen.

Denn neben der (Vor-)Freude über den Schulabschluss stehen für die meisten furchteinflößende Fragen an: Was mache ich jetzt? Wo liegen meine Stärken? Wie soll sich mein Bewerbungsschreiben von der Konkurrenz abheben? Und was, wenn ich am Ende doch nur Absagen erhalte? Die Suche nach dem passenden Ausbildungsbetrieb stellt uns gerade in einer Stadt der 1 000 Möglichkeiten vor eine Herausforderung.

Wie hilft die IHK?

Schnell steigert man sich in negative Gedanken hinein. Dabei wäre es besser, Hilfe anzunehmen. Neben Ratschlägen von Familie und Freunden sollten Jugendliche auch institutionelle Beratungs- und Vermittlungsangebote, wie die der IHK Berlin, wahrnehmen. Die Industrie- und Handelskammer, Stimme der Berliner Wirtschaft, ist genau dafür da.

Für Betriebe, Auszubildende und besonders für die, die noch auf der Suche sind, stellt die IHK ein vor- und nachsorgendes Organisations- und Beratungsnetzwerk dar. „Auf unserer Website finden Interessierte an die 285 duale Ausbildungsberufe aus den Bereichen Handel, Dienstleistung, Gastronomie, IT sowie alle kaufmännischen und gewerblichen Berufe“, erklärt Meike Al-Habash, die Bereichsleiterin für Berufsausbildungen bei der IHK ist.

Als Mittlerin zwischen Ausbildenden und Auszubildenden verspricht die IHK beiden Seiten etwas: Nachwuchskräften bietet sie pädagogisch und fachlich tolle Betriebe, Ausbildungsbetrieben hilft sie, die passenden Auszubildenden zu finden.

Wie nutze ich die Hilfe der IHK?

Die IHK versucht daher, potenzielle Auszubildende früh auf ihre Angebote aufmerksam zu machen. So bringt sie einzelne Unternehmen mit Schulen zusammen, organisiert Ausbildungsmessen, auf denen man seinen Wunschberuf und -arbeitgeber finden kann. Beispielsweise können Jugendliche auf der Jobsnap, der Studienaussteigermesse oder der LastMinuteBörse persönlich mit Ausbildungsbetrieben in Kontakt treten. Natürlich kann man sich auch ohne die ganze Klasse im Rücken privat auf vielen Messen und Workshops beraten lassen.

Drei aktuelle Angebote der IHK Berlin:

  • Passgenaue Besetzung: Coaching für Bewerber und Betriebe, läuft ständig.
  • LastMinuteBörse: ­Matching-Messe für ­Bewerber, die jetzt noch keinen Ausbildungsplatz haben, 19.–20. September, STATION am Gleisdreieck
  • Fit für die Berufsausbildung: Tagesseminare für Auszubildende und Betriebe über ihre Rechte und Pflichten, 26., 27. und 28. September, IHK Berlin

Um bei solchen Events gezielt vorgehen zu können, sollte man sich vorher Gedanken machen, welche Berufsgruppen infrage kommen. Auch ein Ablaufplan – welcher Aussteller, wann und wo? – hilft. Besonders effektiv wird der Besuch, wenn man eine aktuelle Bewerbung oder einen Steckbrief dabeihat, um einen guten ersten Eindruck bei den Betrieben zu hinterlassen. Ausführliche Hinweise zum Erstellen einer aussagekräftigen Bewerbung findet man natürlich online bei der IHK.

Was bringt eine duale Ausbildung?

Theorie und Praxis sind selten so eng miteinander verbunden wie in einer dualen Ausbildung. Neben dem Besuch einer Berufsschule bietet sie im Betrieb quasi Wirtschaft zum Anfassen. Diese Symbiose garantiert den Auszubildenden Spaß beim Lernen und einen angenehmen Übergang ins Berufsleben – anders als viele Studierende kennen sie die Arbeit im Unternehmen ja bereits. „Außerdem haben dual ausgebildete Fachkräfte wunderbare Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt“, sagt Meike Al-Habash.

 

Beitragsbild: IHK Berlin, Goenzcom Berlin