Aniko macht gerade ein Erasmus-Semester. Hier erklärt sie Schritt für Schritt, wie genau das funktioniert.

In Teil 1 unserer Serie „So geht Erasmus“ haben wir uns mit dem Papierkram beschäftigt, der mit Erasmus verbunden ist. In Teil 2 ging es um die Wohnungssuche und in Teil 3 ums Koffer packen. Welche Infoveranstaltungen Erasmusstudenten nicht verpassen sollten und wie man sich ums Bezahlen, Kommunizieren und Fortbewegen kümmert, steht in Teil 4.

Ganz allein in der großen, neuen Universität

Der erste Tag an der Gastuniversität versetzt einen zurück in die Zeit als Erstklässler. Alles ist neu, alles ist groß und alles ist unübersichtlich. In den ersten Tagen im neuen Land ist es besonders wichtig, den Terminkalender im Blick zu behalten, um keine Willkommensveranstaltung zu verpassen. Häufig organisieren die Fakultäten unabhängig zu den großen fächerübergreifenden Infoveranstaltungen eigene kleine Empfänge. Es ist sinnvoll, so viele davon wie möglich wahrzunehmen. Zum einen ist jede Information über den Studienablauf an der neuen Uni wertvoll, zum anderen trifft man so immer wieder auf andere Neulinge und kann erste Kontakte knüpfen. Darüber hinaus wird meist nicht an Häppchen, Getränken und Goodies gespart.

Solange die offiziellen Lehrveranstaltungen noch nicht begonnen haben, bleibt genug Zeit, um Behördengänge und Banktermine zu erledigen. Das stellt frische Erasmusstudenten oft vor große sprachliche Herausforderungen, trainiert sie aber gleichzeitig, über den eigenen Schatten zu springen. Wer ein Bankkonto im fremden Land eröffnet, benötigt meist eine neue Telefonnummer. Anbieter wie Lebara ermöglichen dabei, kostengünstig per Prepaidsystem innerhalb des Landes, aber auch über die Grenzen hinweg zu telefonieren. Eine kurze Recherche oder Beratung im nächsten Technikmarkt kann mitunter Kosten sparen.

ÖPNV-Ticket oder doch lieber ein Fahrrad kaufen?

Ebenso wichtig wie das Kommunizieren und Bezahlen ist die Fortbewegung in der Stadt. Je größer die Stadt, desto eher lohnt sich der Kauf eines Studententickets für die öffentlichen Verkehrsmittel. Wer in die Niederlande reist, kann jedoch davon ausgehen, dass die Investition in ein Rad oder der Vertrag für ein Leihrad ansteht. In kleineren Städten sind die öffentlichen Verkehrsmittel meist günstiger.

Als Letztes muss schließlich das Viertel erkundet werden, in dem man lebt. Wo ist die nächste Einkaufsmöglichkeit? Welches Café hat bezahlbare Preise und Wifi? Kann ich im Buchladen eine Straße weiter auch Bücher für die Uni bestellen? Wie lange brauche ich bis zum nächsten Park?

Antworten auf diese Fragen werden in den ersten Wochen ein Gefühl von Ordnung und Sicherheit bringen, im ohnehin chaotischen Alltag. Toi, toi, toi!