Foto: Karola Braun-Wanke

Fischers Fritze und die Umwelt


In dieser Woche findet an der Freien Universität die Schüleruni statt. Hauptthemen sind Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Im Vorlesungsverzeichnis stehen Workshops  mit Titeln wie „Apfelschätze“ oder „Fischers Fritze fischt zu viele Fische“. Die Hochschule, die solche Veranstaltungen anbietet, ist die Schüleruni Nachhaltigkeit und Klimaschutz an der Freien Universität (FU). Seit heute findet sie auf dem FU-Campus in Dahlem statt. Eine Woche lang machen die Dozenten den Heranwachsenden im Alter von zehn bis 13 Jahren die komplexen Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz verständlich.

Erstmals fand das Projekt 2006 statt. Mittlerweile bietet die Schüler­uni in 65 Veranstaltungen Platz für mehr als 1 300 Schüler, die insgesamt 1 700 Workshops belegen können. In der interaktiven Vorlesung „Fischers Fritze fischt zu viele Fische“ zum Beispiel geht es um die Überfischung der Meere. Die Kulturwissenschaftlerin Bianca Schemel erklärt den Schülern unter anderem die Hintergründe des Fischfangs und was die Überfischung europäischer Fischerflotten mit der Piraterie an afrikanischen Küsten zu tun hat. Zudem werden nicht nur die Probleme aufgezeigt, sondern auch Lösungsansätze diskutiert und gemeinsam entwickelt. „Neben dem Zungenbrecher und Angelspielen, die auf das Thema hinleiten, steht auch die Frage auf dem Stundenplan, wie man nachhaltig Fisch kauft“, sagt Bianca Schemel.

In der Schüleruni wird der Bogen von der Theorie zur Praxis gespannt, von akademischer Materie zum Alltag. „Unser Programm  soll für Kopf, Herz und Hand etwas bieten“, fasst die Projektleiterin der Schüleruni, Karola Braun-Wanke, zusammen.

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In dieser Woche gehört der Vorlesungssaal den 10- bis 13-Jährigen.
Foto: Karola Braun-Wanke

Neben Wissenschaftlern, die erläutern, wie Fischfang im großen Stil funktioniert, dozieren auch Fotografen, Künstler und Köche. „Wir wollen die Schlüsselthemen einer nachhaltigen Entwicklung mit viel praktischem Erfahrungswissen und aus unterschiedlichen Wissensgebieten  vermitteln“, sagt Braun-Wanke.

Damit das Wissen, das die Schüler in dieser Woche erwerben, nicht in Vergessenheit gerät, werden außerdem Fortbildungen für Lehrer angeboten. Die Lehrer bekommen darin unterrichtstaugliche Ideen für die Schule.

(Jaromir Simon, 21 Jahre)

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