So haben sich Schüler der 80er das Jahr 2020 vorgestellt

Im Jahr 1984 wurden in den USA 10- bis 14-jährige Schüler gefragt, wie sie sich das Jahr 2020 vorstellen. Tatsächlich sind wir von einigen ihrer Zukunftsvisionen gar nicht mal so weit entfernt.

Von Moritz Tripp

„Jeder wird einen Mikrochip unter der Haut tragen, auf dem sein Lebenslauf, sein Geburtsdatum und weitere Informationen gespeichert sind.“

Wer jetzt denkt, das sei nur eine Science-Fiction-Fantasie, hat weit gefehlt! Es gibt beispielsweise ein schwedisches Unternehmen, in dem bereits jeder fünfte Mitarbeiter einen derartigen Chip in der Hand trägt. Mit dem Chip können unter anderem Türen geöffnet und Drucker aktiviert werden. Verrückt, oder?

„In der ganzen Stadt werden Kameras sein, durch die der Computer sehen kann. Wenn der Computer Kriminelle erkennt, eliminiert er sie.“

Okay, ganz so schlimm ist es zum Glück noch nicht. Aber wir müssen nur mal einen Blick auf Städte wie London oder Peking werfen, um zu sehen, dass die Vision des Überwachungsstaats längst Realität geworden ist.

„Menschen werden 150 Jahre leben, es wird eine Pille zur Heilung von Alkoholsucht geben und Krankheiten werden durch Gen-Splicing heilbar sein.“

Ein medizinisches Mittel gegen Alkoholismus gibt es zwar noch nicht, aber die Genschere CRISPR/Cas9 wird seit einiger Zeit verwendet, um fehlerhafte Gene aus der DNA „auszuschneiden“. Und erst kürzlich will ein Forscherteam eine Möglichkeit gefunden haben, die biologische Uhr zurückzudrehen und Menschen zu verjüngen. Wir dürfen gespannt sein, was im kommenden Jahrzehnt alles entwickelt wird.

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„Jugendliche werden Schwierigkeiten haben, einen Nebenjob zu finden, weil Computer in allen Fast-Food-Ketten und Tankstellen der Welt arbeiten werden.“

Keine Sorge, es gibt immer noch genug Nebenjobs da draußen. Obwohl in manchen Fast-Food-Restaurants bereits Roboter die Tische abräumen, sind sie noch lange nicht so weit, einen Menschen vollständig ersetzen zu können.

„Autos werden leise und sanft auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigen, sodass keine quietschenden Reifen und röhrenden Auspuffe mehr zu hören sind.“

Dieser Schüler trifft den Nagel auf den Kopf. Die Mobilitätswende ist in vollem Gange; in den kommenden Jahren werden etliche elektrisch betriebene Automodelle auf den Markt kommen. Auch die BVG hat bereits 31 E-Busse im Betrieb und für dieses Jahr weitere 90 bestellt.

„Riesige Luftfilterblasen werden über Städten erbaut, um die Atemluft zu reinigen. Menschen, die der Luft außerhalb der Blasen ausgesetzt sind, werden verseucht und sterben höchstwahrscheinlich.“

Wer erinnert sich an den Simpsons-Film, in dem eine gigantische Glaskuppel über das verseuchte Springfield gestülpt wird? Gottseidank müssen wir noch nicht auf solche Methoden zurückgreifen. Und wenn wir unsere Klimaziele einhalten, wird es vielleicht auch nie notwendig.

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