Oxfam
Unter dem Slogan „Dein Oxfam-Shop braucht Dich“ sucht die Nichtregierungsorganisation gerade junge Ehrenamtliche.

Oxfam-Shops brauchen wegen Corona Hilfe – was du jetzt tun kannst

Um Geld für ihre Projekte gegen Armut zu sammeln, betreibt die Nichtregierungsorganisation Oxfam Secondhand-Shops. Um sie weiter unterhalten zu können, werden nun junge Ehrenamtliche gesucht.

Sie sind in vielen Städten weltweit anzutreffen: die Läden der internationalen Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam. Auch in Berlin gibt es mehrere Einrichtungen, in denen gespendete Waren wie Kleidung, Schuhe, Taschen oder Bücher verkauft werden, um mit den Einnahmen ihre sozialen Projekte gegen Armut zu finanzieren. Die Läden werden vor allem durch freiwillige Helferinnen und Helfer am Laufen gehalten. Doch viele von ihnen fallen jetzt aufgrund von Corona aus – weil sie zur Risikogruppe gehören. Seit einigen Wochen schon können die Läden nicht mehr so lange öffnen wie üblich, die Spenden nicht sortiert und verkauft werden. Und das führt schließlich zu weniger Einnahmen für die weltweiten sozialen Projekte.

Was du tun kannst

Daher hat Oxfam einen Aufruf gestartet, der sich vor allem an junge Menschen ab 18 Jahren richtet, die nicht zur Risikogruppe gehören. Camille (28) aus Berlin ist diesem Ruf gefolgt und hat Anfang Mai ihr Ehrenamt im Oxfam-Shop in der Bergmannstraße begonnen: „Ich habe online gesehen, dass Verstärkung gesucht wird und habe mich sofort gemeldet. Danach ging alles ganz flott. Nach einem kurzen Telefonat konnte ich am 5. Mai anfangen.“ Den Oxfam-Laden im Kreuzberger Bergmannkiez gibt es zwar bereits seit 2018, aber aufgrund von Corona musste er zwischenzeitlich komplett schließen. Am 5. Mai fand dann die große Wiedereröffnung statt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Aufgaben eines Ehrenamtlichen bei Oxfam

Camille (28) arbeitet im Oxfam-Shop in der Bergmannstraße. Foto: Privat

Die Aufgaben einer Ehrenamtlichen bei Oxfam seien vielfältig, erzählt Camille: „Es gibt die allgemeinen Aufgaben, wie abkassieren und schauen, dass der Laden gut aussieht. Durch Corona sind noch kleine Aufgaben hinzugekommen. Wir müssen darauf achten, dass nicht mehr als fünf Personen im Laden sind und alle einen Mundschutz tragen. Und wir haben extra Einkaufskörbe, die abgezählt sind. Diese müssen nach jeder Benutzung desinfiziert werden.“

Ansonsten hat jeder seinen eigenen kleinen Fachbereich, für den er zuständig ist. Es gibt die Bereiche „Dies & Das“, „Frauenbekleidung“, „Herrenbekleidung“ oder „Schuhe & Taschen“. Camille ist für letzteren zuständig. Sie nimmt die Spenden für ihren Bereich an, sortiert und säubert sie und gibt ihnen schließlich einen angemessenen Preis. Dann werden sie im Laden präsentiert. So spendet Camille jede Woche entweder freitags oder samstags für fünf Stunden Oxfam und deren sozialen Projekten ihre Zeit.

„Du gehst mit einem sehr guten Gefühl nach Hause“

Insgesamt gibt es zwar viel zu tun, erzählt Camille, aber die Arbeitsatmosphäre sei entspannt: „Direkt bei der Ladeneröffnung und die Tage danach gab es einen großen Andrang an Leuten, die Spenden abgeben wollten, was natürlich toll war. Doch das hat gerade am Anfang ein bisschen die Kapazität gesprengt. Da gab es schon sehr viel zu tun. Aber ansonsten arbeitet man wirklich entspannt da. Es ist eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre.“

instagram-banner-vollbreit

Auf die Frage, warum man jetzt Oxfams Aufruf folgen und sich ehrenamtlich betätigen sollte, antwortet Camille, dass man mit einem guten Gefühl nach Hause geht. „Es ist anfangs seltsam, nicht für Geld zu arbeiten, weil man das gewohnt ist. Aber gerade deshalb konzentriert man sich darauf, um was es da eigentlich geht: mit Sachspenden Menschen in Risikogebieten zu helfen, und das regierungsunabhängig, was eine super Sache ist.“

Wenn auch du helfen möchtest, kannst du dich hier informieren.

Das könnte Dich auch interessieren

Kategorien Corona-Pandemie Instagram Mitmischen Welt

Wenn ich, 22, eine Top 5-Liste mit Sätzen, die ich in den vergangenen drei Jahren am häufigsten gehört habe, aufstellen würde, wäre „Was wird man denn so nach einem Geschichtsstudium?“ ganz weit oben vertreten. Zum Glück habe ich mittlerweile eine Antwort darauf gefunden: Journalistin. Darauf gekommen bin ich durch das Lesen von Harald Martensteins Artikeln, der selber Geschichte studiert hat. Von ihm habe ich auch meinen neuen Zukunftsplan: einfach immer schreiben. Genau das mache ich jetzt hier bei Spreewild, nachdem mir mein Praktikum in der Jugendredaktion so gut gefallen hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.