Selbstliebe: Sich selbst sagen, dass man schön ist.
Ein wichtiger Schritt zur Selbstliebe: sich einzugestehen, dass man auf seine Art und Weise wunderschön ist.

„Selbstliebe“ ist der beste neue Trend

Immer mehr Influencer stehen zu Selbstakzeptanz, Body Positivity und berichten von ihren persönlichen Erfahrungen. Toll!

Anderen Menschen dabei zuzusehen, wie sie ihr Eigengewicht an Lidschatten auftragen oder Proteindrinks anrühren, ist für unsere Generation völlig normal geworden. Es ist auch normal, Babys ohne ihr Einverständnis in die Kamera zu halten oder radikale Diät-Tipps online zu stellen. Nichts davon verfolgt einen Sinn, der über Werbung, bestenfalls Unterhaltung, hinausgeht. Wenig entspricht der Lebenswelt der Rezipienten. Dennoch ist es das, was die Mehrheit sehen will.

Selbstliebe ist endlich mal ein guter Netz-Trend

Der neue Trend „Selbstliebe“ hat es immerhin geschafft, dass auch Dehnungsstreifen, Akne-Narben und derlei ungeschönt Persönliches seinen Weg in die sozialen Netzwerke findet.

Doch so sehr, wie sich die Mehrheit weiterhin nach Shopping-Hauls und Prank-Videos sehnt, so empört reagiert sie auf Themen, die tatsächlich von Bedeutung sind: „Du hast jetzt nicht wirklich über deine Menstruation geredet? Geht’s noch?“ Oder: „Voll unangebracht“, urteilen Follower schon unter Instagram-Posts, die nur ganz subtil das Thema -Periode ansprechen.

Erkrankungen sind ein kritisches Thema

Noch schwieriger wird es, wenn es um Erkrankungen geht – egal ob physischer oder psychischer Art. Zunehmend sprechen junge Betroffene auf YouTube und Instagram auch über Depressionen, Ängste, künstliche Darmausgänge oder Endometriose. Wer diesen Schritt wagt, muss allerdings mit härterer Kritik rechnen als bei jeder Produktplatzierung. Dabei könnte die Enttabuisierung alltäglicher Themen durch Selbstliebe und Offenheit maßgeblich angekurbelt werden.

Auch über Tabu-Themen muss gesprochen werden

Dass Mitschnitte von Panikattacken für manche gefährliche Trigger sein können und Influencer keine Ärzte sind, denen man blind vertrauen sollte, steht außer Frage. Dennoch sind Erfahrungsberichte und das offene Ansprechen schwieriger Themen ausnahmsweise ein viraler Trend, dessen Boykott nicht lohnt.

Kategorien Social Media

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