Musikerin? Künstlerin? Aktivistin? Eine neue Doku ergründet das Wesen von M.I.A. Sehenswert!

Von Helene Harnisch

„Wer M.I.A. unterstützt, der unterstützt Terrorismus!“, steht auf einem Schild, das von einem jungen Mann durch die Straßen Sri Lankas getragen wird. Ihn und Tausende andere Menschen sieht man in der Heimat der tamilisch-britischen Rapperin protestieren. Und das nur, weil sie die Wahrheit gesagt hat.

„Eigentlich wollte ich auch nach den Regeln spielen“, sagt M.I.A. in die Kamera. „Aber ich konnte nicht. Ich hatte das Gefühl zu explodieren.“ Dieser Drang, die Wahrheit ans Licht zu bringen, hat sie, die eigentlich Mathangi Arulpragasam heißt, oft in Schwierigkeiten gebracht.

In 97 Minuten wackeliger Kameraführung zeigt die Doku von Regisseur Steve Loveridge 22 Jahre aus dem Leben der Musikerin, Künstlerin und Aktivistin. Die Zuschauer bekommen intime Einblicke in ihre Jugend, verfolgen ihren Weg zum Ruhm und lernen ihre Sicht der Dinge kennen.

Fazit: Ein authentischer Film, der schockiert, aber auch inspiriert.