Selten bis nie wird in Filmvorführungen geklatscht, noch seltener sind Verkleidungen bei Pressevorführungen zu sehen. Dazu ein bis auf den letzten Platz voller Saal mit einer klaren Männer-Dominanz. Das lässt nur auf eins schließen: Star Wars.

 

Anders als „Rogue One“ erzählt „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Kinostart 14. Dezmeber) die Hauptgeschichte der Kult-Filmreihe weiter. Schon in Teil 7 hatten es die Rebellen geschafft die Basis der ersten Ordnung zu zerstören. Doch trotzdem ist der Widerstand geschwächt und die Zukunft der Rebellen steht auf Messers Schneide. Die ganze Hoffnung ruht nun auf Luke, der sich auf einem kleinen Planeten abseits versteckt hält. Die Zukunft von Luke, Ray und Finn ist ungewiss und doch sind sie gleichzeitig für die Zukunft des Widerstandes und den Frieden in der Galaxis verantwortlich …

„Die letzten Jedi“ ist lustig, aber keinesfalls albern. Die vielen Anspielungen auf die vorherigen Teile machen es zwar sinnvoll schon Star Wars 1-7 gesehen zu haben, dennoch ist das nicht zwingend notwendig. Denn Star Wars 8 funktioniert auch losgelöst von den anderen Teilen. Der Film nimmt den Zuschauer mit in eine andere Galaxis und ist trotzdem an der ein oder anderen Stelle politisch und hochaktuell.

Viel Action und ein guter Cast lassen den Zuschauer mitfiebern und die anfängliche Skepsis über die Einmischung von Disney in Vergessenheit geraten. Der wahnsinnig gute Soundtrack gepaart mit pompösen Bildern wirkt natürlich besser im Kino und untermalt nur die vielen Wendungen, die dem Film das gewisse Etwas geben. Fast wirkt es, als würde man Carrie Fisher einen würdigen Abschied bescheren wollen und sich noch einmal bedanken.

„Star Wars: Die letzten Jedi“ ist nicht brillant und auch keine Innovation aber dennoch mehr als sehenswert. Ein Muss für alle Star-Wars-Fans und ein Tipp für die Weihnachtszeit – auch um die ein oder andere Stunde in Berlins Regen-Winter zu überbrücken.

Titelbild: Lucasfilm