BEKA CORONA DRIP
Rapper Beka steuert „Corona Drip“ bei.

Das sind die sieben hörenswertesten Corona-Songs

So mehr oder weniger eingesperrt in den eigenen vier Wänden, laufen einige deutsche Künstler zu kreativen Höchstleistungen auf und verarbeiten die aktuelle Lage auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Die ganze Welt steckt mitten in der Corona-Krise. Das lässt auch die Musikwelt nicht kalt. Vor allem für Künstler, die ihr Geld hauptsächlich durch Liveauftritte verdienen, steht eine längere Durststrecke bevor. Zum Glück können Künstler heutzutage ihre Musik über Social Media oder Plattformen wie Spotify und Apple Music verbreiten. Wäre die Pandemie zum Beispiel vor zwanzig Jahren ausgebrochen, wäre man nicht an neue Musik gekommen, weil Geschäfte wie Saturn oder Media Markt momentan geschlossen sind. Dank dem Internet können Musiker aber zu jeder Zeit neuen Output veröffentlichen, wann und wo auch immer sie wollen.

Bei den derzeitigen Ausgangsbeschränkungen verbringt man viel Zeit in den eigenen vier Wänden und das veranlasste einige deutsche Künstler dazu, einen Song zur gegenwärtigen Lage zu machen. Wir haben euch mal eine Liste der hörenswertesten Songs über das Corona-Virus zusammengestellt.

SDP – Die Nacht von Freitag auf Montag (Corona Edition)

Jeder kennt den Hit „Die Nacht von Freitag auf Montag“ von SDP und Sido. Bei dem Song fragen sich die Protagonisten nach einem durchzechten Wochenende, was sie denn die letzten Tage getrieben haben. Solche Partys sind aber erstmal Geschichte, folgerichtig veröffentlichte das Musiker-Duo eine Corona-Version ihres Songs, der ursprünglich im September des Jahres 2012 veröffentlicht wurde. Anstatt Party zu machen, spielt sich der momentane Alltag überwiegend in der eigenen Wohnung ab – da kann einem schnell mal langweilig werden:

„Wo war ich in der Nacht, von Freitag auf Montag
Ich war zu Hause, hab gar nichts gemacht
In Quarantäne, wegen Corona
Und ich denk mir so ‘ne Scheiße
Ick sterbe noch an Langeweile“

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Olexesh – Quarantän

Der Rapper Olexesh befindet sich gerade im Arbeitsprozess für sein kommendes Album „Ufos überm Block“. Da schadet so eine kleine „Auszeit“ im Home-Studio bestimmt nicht. Den Darmstädter Rapper interessieren die Maßnahmen der Politiker offensichtlich nicht. Solange er sein Geld zählen kann, scheint er zumindest kein Trübsal zu blasen:

„Schließ dich ein, lass Para zähl’n
Merkel schickt uns alle in Quarantän
Draußen Regen, neues Leben
Vierzig Tage in Quarantän
Ich zieh‘ eine, Samir zehn
Klopapier wird knapp in Läden
Schließt mich ein, lass Para zähl’n“

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Danger Dan – Nudeln und Klopapier

Er ist der am meisten gefürchtete Typ Mensch, den es derzeit gibt – der Hamsterkäufer. Sein bevorzugtes Ziel hierzulande sind Nudeln und Klopapier. Lange bevor es Ausgangsbeschränkungen in der ganzen Bundesrepublik gab, waren diese Produkte in weiten Teilen Deutschlands vergriffen. Seit mehreren Wochen findet man weder das eine noch das andere.

Danger Dan, seinerseits Mitglied der Antilopen Gang, nahm das auch wahr und veröffentlichte bereits vor zehn Tagen einen Solosong mit dem Namen „Nudeln und Klopapier“:

„Im Supermarkt gibts keine Nudeln mehr und auch kein Klopapier
Das haben sich die ganzen Nachbarn heut Morgen gekauft
Die haben jetzt alle ganz viel Nudeln und auch ganz viel Klopapier
Und steh‘n dafür morgens um sieben freiwillig auf
Ich wollte zwar gar keine Nudeln und auch gar kein Klopapier
Doch wenn man‘s nicht haben kann, denkt man, man bräuchte es sehr
Ich hab‘ zwar noch 2 Packung‘ Nudeln und 6 Rollen Klopapier
Doch wenn die dann aufgebraucht sind, ist alles leer“

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Clep – Corona-Urteil

Es wurde endlich Zeit, dass jemand etwas Ernsthaftes gegen Covid-19 unternimmt. Während ganz Europa im Krisenzustand schwebt, veröffentlicht der Rapper Clep einen Disstrack gegen das Virus. Welcher Beat wäre da besser geeignet als das Instrumental von Savas‘ legendärem Track „Das Urteil“? Die Veröffentlichung des Disstracks gegen Eko Fresh ist mittlerweile über 15 Jahre her. Da wurde es auch mal Zeit für einen Remix, der vom Thema her nicht zeitgemäßer sein könnte:

„Du hast es geschafft, Corona, alle reden von dir
Nachdem sie dachten, du wärst nur irgendein ekliges Bier
Shit, es ist zu infektional, meine Hand am Supermarktregal
Ich geh‘ back in die Wohnung und wasch‘ sie noch einmal
Erinner‘ dich, Covid, letztes Jahr da in China
Du warst irgendeine kleine Infektion auf ’nem Tiermarkt
Warst noch nicht COVID-19, keine Pandemie, alles cool, man
Der k-k-k-kleine Virus, die süße Grippe aus Wuhan
Aber dann nahm man dich mit in die Kieze und in jedes Gebiet
Plötzlich warst du ’n richtiger Virus mit richtiger Epidemie
Wolltest übertragen, so schnell wie möglich
Wir bleiben heim jetzt, denn du bist für die Älteren tödlich“

Hier sind die passenden Lyrics von Kool Savas‘ Original zum Vergleich:

Du hast es geschafft, Eko, die Leute reden wieder von dir
Nachdem sie dachten du wärst weg, auf und davon und krepiert
Shit, das ist zu emotional, ich bin ganz ruhig rational
Ich geh back zu dem Anfang und sag es dir noch einmal
Erinner‘ dich Ekrem du ludst mich ein zu ’ner Jam
Mein größtmöglicher Fan, mein persönlicher Stan
Du warst noch Ekrem Bora, sexy Kanake, nicht Eko Freezy
Der stotternde Junge, der Schuhverkäufer aus Gleezy, egal
Ich nahm dich mit nach Berlin und Mel gab dir die richtigen Beats
Plötzlich warst du ein richtiger Rapper mit richtiger EP
Nahm dich auf Gigs, gab dir dies, gab dir das
Gab dir Kies, gab dir was du brauchtest, dachte dieser Junge wird MC“

CORONI MEGAMIX – QUARANTÄNE ALLSTARS

Der Rapper Longus Mongus, Mitglied der Rapgruppe BHZ, veröffentlichte vor sechs Tagen auf Instagram (https://www.instagram.com/p/B967hjHo86-/) einen Part über die Quarantäne. Verschiedene Rapper, darunter einige seiner Bandkollegen, sprangen auf diesen Zug auf und nahmen ihrerseits einen Part auf demselben Instrumental auf. Am Ende entstand daraus der knapp zehnminutige „Coroni Megamix“. Insgesamt sind 16 Rapper auf dem Song vertreten und das in folgender Reihenfolge: Longus Mongus, Dead Dawg, Ion Miles, 9ine, Lugatti, DirtySanchez, MCNZI, Tarek K.I.Z., Big Pat, Gideon Trumpet, Monk, Tom Hengzt, Kwam.E, Connect, Dieser eine Ali und Chapo 102. Longus Mongus eröffnet den Track wie folgt:

„Fahr nicht mit dem Bus, da sind mir zu viele Viren.
Coroni hittet hart, kann mich nicht artikulieren.
Klopapier ist leer, bringt mich zum Weinen wie ‘ne Zwiebel“

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Beka – Corona Drip

Der in Würzburg geborene Rapper Beka steuert zu den momentanen Geschehnissen den Song „Corona Drip“ bei. Drip ist ein US-amerikanischer Slang-Ausdruck, der zurzeit im Rap und Hip-Hop gerne und oft verwendet wird. Drip bedeutet, dass jemand perfekt aussieht, guten Style und eine positive Ausstrahlung hat. Ufo361 veröffentlichte zum Beispiel im Januar mit dem US-Rapper Future den Song „Big Drip“ (https://www.youtube.com/watch?v=mB-iKnmjjto). Beka nimmt sich dem Begriff mit einem zwinkernden Auge an und entwickelt so seinen eigenen „Corona Drip“:

„Brudi, mein Chef schickte mich heim wegen Corona
Ich hab‘ erstmal frei wegen Corona
Freunde komm’n vorbei wegen Corona
Und Corona-Party steigt wegen Corona
Die Schule ist heute zu wegen Corona
Leuten geht’s nicht gut wegen Corona
Jeder macht hatschu wegen Corona
Yeah, hatschi, Corona-Drip, hatschi, Corona-Drip“

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Die Ärzte Ein Lied für Jetzt

Auch die Berliner Rockband „Die Ärzte“ meldet sich mit einem Song zur Corona-Quarantäne. In einem Musikvideo aus den eigenen vier Wänden singen die drei Punkrocker über ihre Langeweile in der Quarantäne. Gleichzeitig nutzen sie auch ihren Clip, um auf die Lage der Geflüchteten in Lesbos aufmerksam zu machen und Bela B hält ein Plakat mit dem Hashtag #SaveThem in die Kamera. Quarantäne sei „nicht die schlimmste Sache der Welt“.

„Wir sitzen zuhause und langweilen uns
Drum haben wir dieses Lied hier hingehunzt
Wir würden gern auf Tour gehen, das ist grad nicht erlaubt
Drum haben wir zuhause ein paar Songs zusamm’ geschraubt
Die nehmen wir bald auf, das sei hiermit versprochen
Bald haben wir ein neues die ärzte-Album ausgebrochen
Die Wartezeit bis dahin wird Euch vielleicht zu long
Darum schenken wir Euch schon mal diesen Chanson“

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Kategorien Corona-Pandemie Instagram Kultur Musik

Ich bin der Lukas und 18 Jahre alt. Ich schreibe gerne Artikel, am liebsten über Fußball, weil ich mich dafür brennend interessiere. Ich habe eine Dauerkarte bei Hertha BSC und gehe jedes zweite Wochende, bei einem Heimspiel, ins Stadion.