Das Album ist perfekt auf die heutige Zeit zugeschnitten, in der es nur darum geht, in irgendeine Spotify-Playlist zu kommen.

Veysel macht mit „Fuego“ genau dort weiter, wo er mit seinem letzten Album „Hitman“ aufgehört hat. Jeder der zwölf Songs ist darauf ausgelegt, ein Hit zu werden – und die meisten haben auch das Potenzial dazu.

Mit dem Sommerhit und unfassbaren Ohrwurm „Habibo“ hat Veysel vor vier Monaten die Promophase eingeläutet. Jetzt wird klar: Das gesamte Album hätte im Sommer veröffentlicht werden müssen, das hätte besser zum Vibe der Platte gepasst.

Veysels gute Laune springt aber auch jetzt direkt über. Wer beim Hören von Songs wie „TGV“ oder „UFF“ stillhalten kann, mit dem kann irgendwas nicht stimmen. Der sehr autotune-lastige Sound lässt die Arme und Beine automatisch ausflippen.

„UFF“ mit Gzuz ist an Energie kaum zu überbieten

Die Besonderheit bei Veysel ist, dass er trotz des übertriebenen Einsatzes von Autotune einen Wiedererkennungswert hat. Trotzdem beschleicht einen ab der Hälfte der Platte das Gefühl, dass sich jeder Song gleich anhört, und man wird es nicht mehr so richtig los.

Zum Albumtitel „Fuego“ (spanisch für Feuer) passt das Feuer in Veysels Stimme, das man förmlich spüren kann. Seinen Höhepunkt findet dieses Feuer im Song „UFF“ mit Gzuz, der an Power und Energie kaum zu überbieten ist. Die beiden französischen Features Soolking und Toto passen wie der zweite deutsche Gastpart von Summer Cem perfekt in das sommerliche, autotune- und hitlastige Soundbild der Platte.

Beitragsbild: Bela Boys (Universal Music)