„Schrei es raus“ vereint Radiotauglichkeit und Tiefgang. Ein Glück, dass es Joris gibt.

Die neue Platte des Singer-Songwriters versammelt 13 typische Joris-Songs. Wer auf Neuerfindungen und große Überraschungen hofft, wird enttäuscht. Vielmehr wirkt das neue Album wie eine Fortsetzung des ersten.

Auch hier verleiht Joris mit seiner rauen Stimme gefühlvollen Texten besondere Tiefe, die nicht im Radio dahinplätschern, sondern aktiv gehört werden müssen. Leider bewirken Chorelemente in den ersten zwei Songs eine Mitsing-Dynamik, die überhaupt nicht nötig ist.

Sehr gelungen hingegen ist die Achterbahnfahrt aus wechselnd knallenden Sounds und ruhigen melodischen Parts innerhalb der Lieder, aber auch der Songreihenfolge. Streicher wie in „Feuerwesen“ sorgen für Gänsehautmomente.

Fazit: Joris hat sich nicht neu erfunden – aber das war auch gar nicht nötig.