Wann hast du zuletzt ein Buch auf Englisch gelesen? Lange her? Schade. Würde nämlich deine Sprachkenntnisse easy verbessern. Daher: 5 Buchtipps.

Von Aniko Schusterius, 21 Jahre

Englisch taucht längst nicht mehr nur als Schulfach im Leben junger Menschen auf. Die deutsche Chartliste wird dominiert von internationalen Songs, vermeintlich hippe Cafés und Restaurants bedienen ihre Gäste schon gar nicht mehr in einer anderen Sprache und in Universitäten werden Lehrveranstaltungen auch außerhalb der Anglistik auf Englisch gehalten. Sehr gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt. Das Lesen englischsprachiger Literatur ist dabei eine gute Möglichkeit, bereits bekannte Vokabeln anzuwenden und neue dazuzulernen. Mit diesen Büchern macht das Sprachtraining noch mehr Spaß.

Für Poesie-Liebhaber: Wer den sanften Einstieg fernab dicker Romane sucht, wird sich schnell in Rupi Kaurs „Milk and Honey“ verlieren. Wichtige Voraussetzung: ein Herz für Lyrik und minimalistische Zeichenkunst. Nicht ohne Grund wird die Kanadierin auf der ganzen Welt für ihre emotionalen Texte gefeiert.

Für Fans: Wer eine Leidenschaft für einen der großen englischsprachigen Autoren pflegt, sollte ihn auch im Original gelesen haben. J. K. Rowlings „Harry Potter“ und J. R. R.Tolkiens „Lord of the Rings“ eröffnen dem Leser ganz neue Wege, die Geschichte zu entdecken. Es ist ein wahnsinnig starkes Gefühl, nicht die übersetzten Worte zu lesen, sondern die original verfassten Sätze des Autors.

Für Fortgeschrittene: Englisch ist nicht gleich Englisch. Der wohl berühmteste britische Dramatiker und Lyriker, William Shakespeare, verfügte für seine Zeit über einen sehr großen Wortschatz. Rund 17 700 Wörter zählten Forscher in Werken wie -„Richard III.“ und „Romeo and Juliet“. Nicht alle von ihnen sind noch -heute gängig. Mit etwas Durchhaltevermögen und einem Nachschlagewerk schafft man es jedoch durch jeden noch so langen Monolog.

Für Weltverbesserer: Im Kleinen zu beginnen, bewirkt meist Wunder. Also warum nicht bei sich selbst anfangen? „The Life-Changing Magic of Not Giving a F**k“ ist dabei kein klassisches Selbsthilfebuch mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Witzig, charmant und trotzdem sehr ehrlich erteilt Autorin Sarah Knights Lektionen über das Führen eines besseren Lebens mit den richtigen Leuten und sinnvolleren Entscheidungen.

Für Abenteurer: Wer keine Zeit mit einer vermeintlich öden -Geschichte vergeuden will, geht mit „If on a Winter’s Night a Traveller“ von Italo Calvino auf eine turbulente und unterhaltsame Lesereise. Der Leser arbeitet sich hier Stück für Stück durch zehn Romananfänge, an deren Ende er jedoch aus den verschiedensten Gründen nie ankommt. Auf der Suche nach der richtigen Fortsetzung trifft er auf die Leserin, die jedoch ganz andere Literaturvorlieben hat als er.