Junge Bloggerinnen und Blogger gibt es in Berlin viele. Wir wollen ein paar davon vorstellen. Und von ihnen wissen, welche Rolle ihr Kiez in ihrem Leben und in ihrem Blog spielt.

Marco von Minds Delight hat unsere Fragen beantwortet:

Mein Block: Mein Block befindet sich in Neukölln, in der Nähe des S-Bahnhofs Köllnische Heide, also dem eigentlich ruhigsten Teil Neuköllns, in dem eher nur alte Menschen und Mütter mit Kindern wohnen.

Mein Blog: http://www.mindsdelight.de

In meinem Blog geht es um…

… Comics, lustige oder beeindruckende Internetfunde und auch ein bisschen um mich.

In Wirklichkeit geht es in meinem Blog um…

… mich. Ja, eigentlich geht es in meinem Blog ausschliesslich um mich und die Dinge, die ich gut, spannend, interessant oder wichtig finde. Auch, wenn ich augenscheinlich hauptsächlich Videos und/oder Bilder poste, garniere ich doch alles mit einem guten Haufen persönlicher Meinung, die den Leser mindestens zum Schmunzeln bringen soll.

Ich habe das Ganze angefangen, als…

… schlichten Zeitvertreib. Heute ist es allerdings eines meiner zeitintensivsten Hobbies.

Auf Minds Delight geht es viel um Comics im weitesten Sinne.

Mein größter technischer Durchbruch war,…

…als ich es nach einem Jahr endlich mal schaffte, ein neues Theme für meinen Blog zu basteln. Die Schwierigkeit war aber eigentlich auch nur, die Zeit dafür zu finden.

Irgendwie habe ich immer noch keine Lösung dafür gefunden, wie…

… man die Welt nachhaltig verbessern könnte.

Online hänge ich meistens hier rum:

Ich hänge oft in meinem Blog herum, noch öfter auf Twitter (www.twitter.com/Fadenaffe) und natürlich bei Facebook (www.facebook.com/Mindsdelight).

Offline trifft man mich oft hier:

Zwischen Arbeit und Zuhause trifft man mich auch ab und zu mal in der ein oder anderen Berliner Bar. Allerdings wechseln diese ständig, weswegen ich da keine spezifische nennen kann. Konzerte besuche ich auch häufiger, aber immernoch viel zu selten. Ist ja klar.

Gelesen wird mein Blog von…

… Leuten, die scheinbar ziemlich ähnlich wie ich ticken. Also von Leuten, die sich auch gerne mit Comics auseinandersetzen, wissen wollen, was ich dazu zusagen habe, oder die anderen Funde geniessen, die ich ihnen gerne präsentiere. Ich würde fast behaupten, dass sich in meinem Blog die freundlichsten und cleversten Menschen des Internets tummeln.

Die kurioseste Kontaktaufnahme…

… kam kürzlich von einem Künstler, der ganz lapidar sagte, dass seine Werke ziemlich okay wären und mich vielleicht interessieren könnten. In Wirklichkeit gehörte das zu dem besten, was ich bis dato in letzter Zeit gesehen habe. Es warf mich, sprichwörtlich, einfach um, wie genial seine Arbeiten waren.

Was meinen Block betrifft, frage ich mich manchmal,…

… warum man hier Busfahrpläne aufhängt, sich die Busfahrer aber nie daran halten.

Was meinen Blog betrifft, frage ich mich manchmal,…

… warum die Leute ihn so gerne lesen.

Mein am häufigsten gelesener Post:

Einer meiner Beiträge über meine Odyssee bei O2 einen Mobilfunkvertrag zu bekommen, den ich heute allerdings immer noch nicht habe. Das löste einen Buzz im Netz aus (Verlinkungen auf einigen Top-Blogs, Interviews, Zeitungsartikel), der mich bis heute absolut überrascht. Der Grund dafür, dass der Text so viele Leute beschäftigte, ist wohl, dass ich der erste war, der so transparent darüber berichtete. Das war mir aber, als ich den Artikel schrieb, absolut nicht bewusst. Ich schrieb es halt einfach auf, um es aufgeschrieben zu haben, ohne jeglichen Hintergedanken. Die Reaktionen darauf machen mich bis heute absolut sprachlos.

Mein viel zu selten gelesener Post:

Das umfasst eigentlich alle Comicreviews
, die ich bisher geschrieben habe. Ich glaube, es liegt daran, dass so wenige Leute die lesen, weil es einfach immer unerhört viel Text ist, aber das kann ich den Leuten ja auch nicht vorwerfen. Und denen, die es lesen und vielleicht sogar ihre Meinung darunter setzen, scheint es ja zu gefallen. Von daher kann ich schon damit leben.

Seit ich meinen Blog mache…

… habe ich so viel gelernt, so viele interessante und nette Leute kennengelernt, Zeit vertrödelt und einfach Spaß gehabt, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich vorher meine Freizeit gestaltet habe.

Ich will schon lange mal….

… einen Stop-Motion-Film drehen. Aber das braucht so unglaublich viel Zeit, dass ich dazu wohl erstmal arbeitslos werden und meine Freunde loswerden müsste.