Paar Organspende-Ausweise neben einem Stethoskop

Laing singen für Oganspenden

Musiker suchen sich immer neue Themen. Das kannten wir noch nicht: einen Song über Lungen, Nieren und Herzen.

Auf der aktuellen Laing-Platte „Fotogena“ sticht ein Song besonders heraus. In „Organspende“ gibt Frontfrau Nicola Rost potenziellen Empfängern ihrer Lungen, Nieren und Co. die richtige Gebrauchsanweisung: „Und damit es keine Komplikationen gibt und mein Herz dich nicht immer zu den Falschen zieht, dir nicht alles immer so an meine Nieren geht und du mit meinen Augen nicht immer nur das Schlechte siehst, lass mich kurz erklären, was es zu beachten gibt.“

Erstmals erreichten Laing mit „Ich bin morgens immer müde“ beim Bundesvision Songcontest 2012 deutschlandweite Aufmerksamkeit. Seitdem arbeitet die Berliner Band fleißig weiter, brachte drei Alben heraus, lieferte Soundtracks zu Kinofilmen und tourte mit ihrem „electric Ladysound“ durch die gesamte Republik.

Ziel: Spenden für Aufklärung sammeln

Beim Abschluss der Fotogena-Tour in Berlin erklärte Sängerin Nicola, dass ihr zufällig ein Organspende-Ausweis in die Hände fiel – und das der Auslöser für den Song war. Doch damit nicht genug. Die vier Musikerinnen suchten den Kontakt zum Verein Junge Helden, der vor allem ehrenamtlich Aufklärungsarbeit leistet. Während der gesamten Tour im Januar 2019 wurde informiert, es wurden Spenden für den Verein gesammelt und auch zahlreiche Organspende-Ausweise vergeben.

Nun nehmen sie das nächste Projekt in Angriff. Bis zum 29. März läuft die Crowdfunding-Kampagne „Vielleicht schon morgen“, die eine musikalische Mini-Doku finanzieren, das Thema Organspende präsenter machen und die Scheu nehmen soll. Denn noch immer ist es Herzensangelegenheit und keine Normalität. Auch Promis wie Jürgen Vogel und Jochen Schropp sind begeistert und unterstützen das Engagement.

Kategorien Kultur Musik

Statt Netflix verfolge ich Konzerte. Ich (20 Jahre) brauche keine Sojamilch, sondern guten Kaffee. Mein Yoga ist es, auf viel zu vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Dabei ist der Eisbär mein Patronus, den meine Eltern mir mit sieben Jahren einfach nicht als Haustier erlaubten. Aber wenn eine Idee von der Außenwelt für verrückt erklärt wird, dann muss sie erst recht verwirklicht werden, und eben jene Personen mit Mut und außergewöhnlichen Gedanken sind es, von denen die Welt wissen sollte. Was kann ich da sinnvolleres tun, als für Spreewild zu schreiben? Die Verhandlungen um den Eisbären laufen jedenfalls weiter.