Maggie Rogers - "Heard It In A Past Life"

Maggie Rogers: Geschliffen, aber authentisch

Ihr Album „Heard It In A Past Life“ verspricht, Ruhe in unsere Nächte zu bringen.

Mit ihrem Song „Alaska“ begeisterte Maggie Rogers sogar den Superstar und Produzenten Pharrell Williams. Das war 2016. Nach einigen Singles und einer EP veröffentlicht die 24-Jährige nun ihr erstes Album bei einem Majorlabel.

Das beginnt mit Ohrwurmpotenzial: „Give A Little“ nimmt sofort mit und bleibt hängen. Auch auf dem Rest des Albums bewahrt sich Maggie Rogers ihre erfrischende Authentizität, mixt Indie mit elektronischen Sounds. Die Songs sind inzwischen geschliffener als früher, mit poppigen Einflüssen. Sie sind angenehm zu hören, doch nicht alle bleiben wirklich in Erinnerung. Dennoch kauft man der jungen Musikerin jeden Titel ab. Ihre Stimme klingt pur und sehnsuchtsvoll, manchmal fast melancholisch, und gibt den eingängigen Melodien Tiefe.

Statt für den Club eignen sich die Songs eher als Soundtrack für nächtliche Autofahrten durch Berlin oder um gedankenverloren am Strand zu tanzen.

Fazit: Musik zum Mitfühlen.

Beitragsbild: Universal Music

Kategorien Kultur Musik

„Wenn Sie Journalistin werden wollen, sind Sie in diesem Studiengang falsch“, hörte ich im ersten Semester nicht nur einmal. Trotzdem habe ich mittlerweile, mit 22, meinen Abschluss – und arbeite stetig daran, den Zweiflern das Gegenteil zu beweisen. Denn das Schreiben lasse ich mir nicht mehr wegnehmen. Es ersetzt für mich rauschzustandsauslösende Substanzen, es ist mein Ventil, wenn die Gedanken zu laut schreien und kein Platz für ekstatisches Tanzen ist. Schreiben kann ich über all das, wonach niemand fragt, was im Gespräch niemand von mir wissen will. Am spannendsten ist aber, anderen Menschen zuzuhören und ihre Geschichte zu erzählen.