Am morgigen Freitag erscheint das Debütalbum von Fee. Darauf glänzt die junge Singer-Songwriterin vor allem durch Facettenreichtum – zumindest, was sie selbst angeht.

Denn „Ein Zimmer Küche Bad“ ist vielmehr durchschnittlich. Scheinbar ohne große Mühe wechselt sie zwischen witzigen Fragen, zartem Mädchen- und Feel-good-Pop. Dabei behandelt sie mit Gitarre und rauchsanfter Stimme Themen, die eigentlich jedem schon zum Hals heraushängen. Wirft man Liebe, pubertäres Schwelgen und eine positive Message in einen Topf, so kommt man auf das Konzept von Fee.s Texten.

Ein Problem ist das jedoch nicht, weil sie ihre eigene Sicht auf die Dinge hervorragend charmant darlegt. Bewusst halb naiv. Das mag dem ein oder anderen zu dünn erscheinen. Unterhaltsam, gut hörbar und positiv ist „Ein Zimmer Küche Bad“ aber auf jeden Fall. Besonders viel erwarten darf man dennoch nicht, es ist schließlich immer noch Einheitspop.