Im Märkischen Museum ist zurzeit eine ganz besondere Ausstellung zu sehen – denn „Oh mein Gott!?“ wurde von Schülern der Klasse 8.11 der Carl-von-Ossietzky-Schule gestaltet.

Viktoria Koch, 21 Jahre

Die Jugendlichen haben sich darin mit den verschiedenen Religionen Berlins auseinandergesetzt. Dafür besuchten sie Glaubensvertreter und -gemeinschaften von Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus sowie Buddhismus und erstellten anschließend in Gruppen Modelle zu ihren gesammelten Eindrücken.

Das einwöchige Projekt, das unter der künstlerischen Leitung von Valerie von Stillfried stattfand, hat die fünf großen Religionen genauer unter die Lupe genommen – auf welchen Regeln fußen sie und wo sind sie entstanden? Der Workshop „Identitäten und Vielfalt – Glaube in Berlin“ im Museum Nikolaikirche bot den Schülern die Möglichkeit, die Ergebnisse ihrer Recherchen untereinander zu vergleichen und über die persönliche Verbindung zu Glauben und Religion zu diskutieren.

„Unsere Klasse wollte wissen, wie die Gläubigen jeweils leben. Also hat unser Klassenlehrer uns das Projekt vorgeschlagen, damit wir mehr erfahren“, erklärt die 13-jährige Cimberly. Bei der künstlerischen Umsetzung waren den Jugendlichen keine Grenzen gesetzt, sie sollten ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ein Modell zeigt das „House of One“, dessen Bau am Petriplatz in Mitte voraussichtlich 2019 beginnt. „Es wird eine Moschee, eine Kirche und eine Synagoge beherbergen. Das Besondere daran ist, dass es im Zentrum Berlins stehen und es einen Raum der Begegnung geben wird, an dem man sich treffen kann“, erklärt der 15-jährige Hussein.

Die Ausstellung kann noch bis zum 30. April besichtigt werden. Der Eintritt für die Schülerausstellung ist frei.

Beitragsfoto: Valerie von Stillfried