Morgen erscheint „Sturm & Dreck“ der Punk-Band Feine Sahne Fischfilet. Zwölf Songs in „Mit zwei Promille vor Burschenschaften scheißen“-Philosophie? Nicht ganz.

Rotzig gegen Rechts – das sind Feine Sahne Fischfilet auch noch nach zwei Jahren Album-Pause. Am Freitag erscheint „Sturm & Dreck“ – eine Ansammlung von Liedern, deren Titel wie „Angst frisst Seele“ oder „Schlaflos in Marseille“ voller Referenzen stecken. Die Liedtexte selber sind mehr geradeheraus als anspielungsreich. Die sechs Fisch-Filetierer vermischen persönliche und politische Themen, die laut eigenen Aussagen auf dem neuen Album kaum von einander trennbar sind. Und über allem weht weiterhin eine mecklenburgische Fahne von Schlichtheit, Besäufnis und dem nötigen antifaschistischen Engagement.

Eine Ausnahme von den anderen Songs, die eher einer „Mit zwei Promille vor Burschenschaften scheißen“-Philosophie folgen, stellt das nachdenklich gesungene „Wo niemals Ebbe ist“ dar. Hier kommt auch mal der norddeutsche Einschlag in Sänger Monchis Stimme durch, hier können sich die Hörenden drei Minuten lang von seinen hymnenhaften Kampfansagen erholen.

Fazit: Noch fehlt das Meerrettich-Sahne-Häubchen.

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