Viele Backpacker reisen mit viel zu schwerem Rucksack. Reiseblogger Florian Blümm weiß, wie ihr den Anfängerfehler vermeidet und sogar Geld spart.

Bei meinem ersten Trip nach Thailand war ein großer Rucksack mit 70+10 Litern dabei. Der wog allein schon fast drei Kilo. Dazu ein Pullover, ein Schlafsack und viele Sachen, die ich nicht einmal ausgepackt habe. Dass ich in der ersten Woche nicht die Hälfte zurückgeschickt habe, lag nur an falschem Stolz und Sturheit. Es war eine schleichende Evolution, die mich dazu brachte, nur noch mit Handgepäck zu reisen.

Der Trick: ein Daypack als „Personal Item“

Du bekommst jeden 50-Liter-Rucksack auf Handgepäckgröße und -gewicht. Alles, was du dafür rausnehmen musst, packst du in einen zweiten, kleineren Rucksack. So ein zusätzliches Daypack erlauben die meisten Fluglinien als sogenanntes „Personal Item“, solange es unter den Sitz vor dir passt. Alles Weitere kannst du dir um den Hals hängen und in die Hosentaschen stopfen. So musst du nichts aufgeben, nie wieder aufs Gepäck warten und es geht nichts verloren.

Beim Rucksackkauf achte ich also vor allem auf das Gewicht, das bestenfalls weniger als ein Kilo beträgt. Und er sollte aus einem guten Material sein. Beim Packen gilt: So gut wie alles ist ersetzbar. Das Einzige, was wirklich nicht fehlen darf, sind der Reisepass und eine Kreditkarte ohne Auslandsgebühren – besser zwei.

Die Erfahrung lehrt: Was du daheim nicht brauchst, brauchst du auch auf Reisen nicht.

 

Florian Blümm ist seit mehr als sieben Jahren auf Weltreise und bloggt darüber auf flocutus.de.

Beitragsbild: Michela Dai Zovi