Müllströme
Aus den Augen, aus dem Sinn: Bei Abfall kann diese Einstellung erschreckende Folgen haben. Liegen gelassenes Plastik sammelt sich in gigantischen Müll­strömen. Foto: picture alliance/AP Photo

Grillen, chillen – und tonnenweise Müll

Müll, der nicht ordnungsgemäß entsorgt wird, landet oft im Meer und gefährdet Mensch und Tier

An sonnigen Tagen lockt der Strand. Am Ende des Tages hat sich eine Menge Müll angesammelt. Und weil wir keine Lust haben, ihn mitzunehmen, bleibt er oft einfach liegen. Was dann damit passiert, interessiert die wenigsten. Die traurige Realität sieht so aus: Sieben Millionen Tonnen Müll treiben durch die Weltmeere und bilden immer größere Müll-ströme, die sowohl für die Tiere als auch für uns Menschen gefährlich sind. Dabei ist besonders schockierend, wie lange unterschiedliche Gegenstände im Wasser überdauern. Die Halbwerts-zeit von Plastik-tüten beträgt zwischen 10 und 20 Jahren. Bis zur völligen Zersetzung können bis zu 400 Jahre vergehen.

Im Meer sind gerade kleine Plastikreste ein großes Problem, weil Fische und andere Meerestiere, aber auch Vögel sie mit Nahrung verwechseln. Inzwischen haben deshalb bereits 93 Prozent aller Eissturmvögel Plastik im Körper. Auch wir Menschen können damit in Kontakt kommen, etwa wenn wir Meerestiere essen, die zuvor Plastikreste aufgenommen haben. Egal ob Mensch oder Tier: Plastik ist Gift für den Organismus. Jedes Jahr verenden daran Millionen Lebewesen. Und das alles nur, weil man ein bisschen Müll liegen lässt, anstatt ihn ein paar Meter weiter in den Abfalleimer zu werfen.

Gemeinsame Verantwortung

Müllströme
Aus den Augen, aus dem Sinn: Bei Abfall kann diese Einstellung erschreckende Folgen haben. Liegen gelassenes Plastik sammelt sich in gigantischen Müll­strömen. Foto: picture alliance/AP Photo

Etwas Hoffnung für die Zukunft gibt es aber: Wissenschaftler haben ein Bakterium entdeckt, das Kunststoff zersetzt. Dieses Bakterium könnte sehr hilfreich für uns sein, weil es Plastik wahrscheinlich phagozytiert, das heißt neutralisiert, und wir dann nicht krank werden. Es muss allerdings erst noch weiter untersucht werden.

Unsere Natur ist jedoch schon jetzt in Gefahr. Wie viele Tiere müssen noch sterben, bis endlich etwas passiert? Es ist Zeit, dass wir uns um unsere Umwelt kümmern, solange es noch nicht zu spät ist. Lasst Müll niemals liegen und weist auch Freunde und fremde Personen darauf hin, dies nicht zu tun. Schließlich wollen wir doch alle den Strandtag genießen und nicht neben Chipstüten und Bierflaschen liegen. Gemeinsam können wir etwas ändern!

Von Weronika Kwartnik, FOS 51, OSZ Körperpflege

Kategorien Aktuelle Beiträge Das Medienprojekt Sonderdruck 2016

Hier erscheinen Beiträge von Schülerinnen und Schülern der 3. bis 12. Klassen aller Schulformen aus Berlin. Sie nehmen am Medienprojekt „Spreewild“ der Berliner Zeitung teil. Politisches Geschehen, Kultur und Alltag, Bildung und Zukunft, mit all diesen Themen beschäftigen sie sich, wie ihre Beiträge zeigen.