Ein spezieller Nagellack soll K.-o.-Trop­fen erkennen können

Foto: Fotolia/Julin Rovagnati

Foto: Fotolia/Julin Rovagnati

Studenten der North Carolina State University für Materialwissenschaft und Werkstofftechnik arbeiten an der Entwicklung eines speziellen Nagel­lacks, der Betäubungsmittel wie Rohyp­nol, Xanax oder GHB durch einen Farb­wechsel nachweisen kann. Ein einfaches Hineintunken des lackier­ten Fingernagels soll genügen.Fast jede fünfte Frau wird laut amerikanischen Studien in ih­rem Leben sexuell angegriffen. Nachdem die Studenten aus North Carolina von derartigen Ereignissen in ihrem Bekann­tenkreis erfuhren, begannen sie mit der Suche nach prä­ventiven Maßnahmen, die man in ohnehin von Frauen genutzten Produkten inte­grieren könnte. Ihre Firma Undercover Colors erhielt bereits Gründerpreise und erreichte Zehntausende Likes auf Facebook. Be­sonders besorgte Mütter sowie Frauen, die bereits mit K.-o.-Tropfen betäubt worden waren, sprachen sich für das Produkt aus. Noch steht jedoch nicht fest, wann der protektive Powerlack auf dem Markt erscheinen wird. Undercover Co­lors verweist lediglich darauf, dass sich die Erfindung noch in der ­frühen Entwicklung befinde. Vor mehreren Jahren gab es bereits einen visitenkartengroßen Tester, der im Journal of Analytical Toxicology ­wegen seiner ungenügenden Wirksamkeit kritisiert wurde. Es wurde angemerkt, dass sol­che Tester nur wenige Drogen erkennen könnten. Die weite­ren Fortschritte auf diesem Gebiet können in einem Newsletter verfolgt werden.

Von Anastasia Burdin, FOS 51, OSZ Körperpflege