Klar, Berlin ist sowieso einzigartig – aber was macht die Stadt so unverwechselbar? Einige ungewöhnliche Dinge und Phänomene gibt es wirklich nirgends sonst. Viele davon fallen auf den ersten Blick überhaupt nicht auf. Deshalb zeigen und erklären wir euch ein paar von ihnen. Heute: Kork-Männchen auf Straßenschildern.
Beweglich sind die Kork-Männchen, die seit einigen Jahren die Berliner Straßenschilder erklimmen in doppelter Hinsicht: Zum einen stehen sie in den abenteuerlichsten Posen auf den Rahmen der Schilder. Zum anderen sind sie, wenn man so will, auch innerhalb der Stadt sehr mobil. Wer die Augen aufhält, findet die kleinen Figuren, die aus zwei Korken und einem Schaschlikspieß bestehen, mittlerweile in sämtlichen Bezirken. Mehrere Hundert gibt es inzwischen. Doch wie sind sie alle an ihren Platz gekommen?
Ursprünglich heißen die Figuren Street-Yogis, weil die Positionen, in denen sie stehen, aus dem Yoga-Sport kommen. Erfunden hat sie der Berliner Yoga-Trainer Josef Foos. Viele der Street-Yogis hat er selbst gebastelt, auf seiner Internetseite animiert er allerdings mit einer Anleitung auch andere zum Nachmachen. Einen besonderen Zweck erfüllen die Männchen nicht. Sie sollen denen, die sie sehen, einfach eine Freude machen, sagt Foos. Wie genau er die Street-Yogis auf die Schilder kriegt, hat Foos bislang noch nicht verraten. Eine Leiter brauche er jedoch nicht. (Patrick Schmitt, 19 Jahre)

Die Street-Yogis stehen inzwischen auf Straßenschildern überall in Berlin. Früher nahmen sie ausschließlich Yoga-Positionen ein. Inzwischen sieht man sie auch hängend, tanzend und nordic-walkend.

1_Maennchen_240DEF

Foto: Raufeld / Sophie Benigna Arndt

2_Maennchen_240DEF

Foto: Raufeld / Sophie Benigna Arndt

3_Maennchen_240DEF

Foto: Raufeld / Sophie Benigna Arndt

4_Maennchen_DEF

Foto: Raufeld / Sophie Benigna Arndt

Kennt ihr weitere Berliner Originale? Dann schickt uns eure Idee an blz-jugendredaktion@berliner-zeitung.de und wir schreiben einen Artikel darüber.