Das Berliner Team bei der Siegerehrung. Foto: Madlen Schäfer

Berliner Team macht zweiten Platz bei der Epolicyade



Von Madlen Schäfer


Bereits zum vierten Mal fand am Freitag die Ecopolicyade in Berlin statt, der weltweit größte Wettbewerb im Bereich des vernetzten Denkens für Jugendliche, der von Malik Management als Hauptsponsor und Initiator gefördert und unterstützt wird. Bei Ecopolicy handelt es sich um eine Computersimulation, in der etwa 200 000 Jugendliche pro Jahr in insgesamt neun Ländern zu Staatenlenkern werden.


„Die Welt-Krise produziert eine riesige Komplexität, die es zu verstehen und im Handeln zu berücksichtigen gilt“, so Fredmund Malik von Malik Management. 44 Schüler aus ganz Deutschland im Alter von zwölf bis 16 Jahren kämpften im Ökowerk im Grunewald um den ersten Platz. Für jedes Bundesland trat ein Schüler-Team mit jeweils zwei bis drei Spielern an. Diese Teams qualifizierten sich im Vorfeld in ihrem Bundesland für den deutschlandweiten Wettbewerb. Sie schlüpften in die Rollen von Regierungschefs und mussten der Bevölkerung je eines Industrie-, Schwellen- und Entwicklungslandes zu möglichst großem Wohlstand verhelfen. Über Investitionen konnten sie das Land und deren Entwicklung steuern. Investiert werden konnte unter anderem in den Bereichen Produktion, Lebensqualität und Aufklärung. Diese Entscheidungen hatten dann aber auch immer Auswirkungen auf andere Bereiche wie Vermehrungsrate oder Umweltbelastung.


Der Wettkampf hatte insgesamt drei Spielphasen, in denen die Teilnehmer versuchten mussten, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Denn nur wer die meisten Punkte auf seinem Konto hatte, konnte sich auf einen Platz auf dem Siegertreppchen freuen. In der anschließenden Feedback-Runde überlegten die Schüler, wie deutsche Politiker besser regieren könnten. Bundeskanzlerin Angela Merkel sollte weitgehender denken und versuchen, mehr Demokratie umzusetzen, so die Teilnehmer.


Über den dritten Platz freuten sich schließlich Felix Hakenbeck (15), Theresa Vogel (15) und Florian Wittek (15) aus Sachsen. Auf Platz zwei landete das Berliner Team, bestehend aus Nagib al Hamwi (15) und Sebastian Niestroj (16). Wie man einen Staat erfolgreich führt, das haben allerdings Broder Ernst (15), Jonas Hamann (15) und Fabian Petersen (15) aus Schleswig-Holstein am besten verstanden. Sie gewannen in diesem Jahr die Ecopolicyade.
„Der Wettbewerb hat Spaß gemacht und ich denke, wir haben das Land Berlin Stolz gemacht“, sagt Sebastian Niestroj.


Unterstützt wird der Schülerwettbewerb unter anderem von der Berliner Stadtreinigung (BSR), dem Unternehmen STAEDTLER und der Bürgerstiftung Neukölln.